— 5¹6— Sahne und etlichen Eydottern zuſammen, ſtreicht dieſe Fuͤlle eines Fingers dick oder e⸗was hoͤher auf
den Kuchen recht eben aus, uͤberſtreicht den gan⸗
zen Kuchen mit geklopftem Ey, beſtreuet ihn ſtark mit fein und laͤnglicht geſchnittenen Mandeln, Zu⸗ cker und Zimmt, und laͤßt ihn im Ofen gahr ba⸗ cken.
737. Baumkuchen.
Zu einem anſehnlich großen Kuchen dieſer Art rührt man mit einer hoͤlzernen Keule in einem Rei⸗ benapfe 30 Eydotter und 2 Pfunb geſtoßenen Zu⸗ cker aufs vollkommenſte unter einander, ſetzt dann, unter beſtaͤndig fortgeſetztem Raͤhren, 2 Pfund ab⸗ geklaͤrte und erwaͤrmte Butter und darauf 2 Pfund . feines Weitzenmehl, 1 Loth geſtoßenen Zimmt, 1 Quentchen Kardemomen, eben ſo viel Maskalzlu⸗ men und die auf Zucker geriebene Schale von drey Zitronen, 1 Maaß gute Sahne und zuletzt den ſehr ſteif geſchlagenen Schnee der zo Eyweiß hinzu, und faͤhrt mit dem Reiben noch eine Weile fort. Als⸗ dann belegt man die kegelfoͤrmige hoͤlzerne Form (Baum) mit Papier, und umwindet dieſelbe ganz egal und veſt mit einem Bindfaden von mittler Di⸗ cke. Dieſen alſo umwundenen Baum ſteckt man an den Bratſpieß und erhitzt ihn an einem Koh⸗ lenfeuer, das durch Ziegel⸗ oder Mauerſteine halb mondfoöͤrmig eingeſchloſſen iſt, unter beſtaͤndigem Wenden, und wiſcht ihn mit einem Tuche ab. Als⸗
dann ſetzt man eine irdene Vratpfanne unter ben.
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