Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
308
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3⁰8 und Pfund zerlaſſene Butter hinein, ruͤhrt ein wenig Salz und etwas Mehl darunter, hernach die (mit 4 Loth Zucker und etwas Mehl in Gaͤhrung

geſetzten) Hefen, 6 Eyer und 3 Eydotter, und wenn 1

dieſes alles mit Mehl zu einem duͤnnen Teige an⸗ geruͤhrt worden, ſetzt man 2 Pfund Roſinen Pfund Korinthen, 4 Loth länglicht zerſchnittene Mandeln und etwas klein geſchnittenen Zitronat hinzu, nach dem dieſes alles mit dem Teige wohl vermengt worden, wird noch ſo viel Mehl darunter geruͤhrt, daß er maͤßig ſteif wird und ein hineingeſtellter Loffel ſte⸗ hen bleibt. Alsdann ſtreicht man die Kuchenform

ſtark mit roher Butter aus, beſtreuet ſie darauf

mit gehackten ſuͤßen Mandeln, fuͤllet ſie mit dem Teige halb voll, laͤßt denſelben an einem warmen Orte aufgehen und alsdann in einem Back⸗oder Bratofen abbacken. Ehe man ihn, nach dem voͤlli⸗

gen Erkalten, auf den Tiſch bringt, wird er ſtark 3

mit Zucker uͤberſtreuet.

722. Geriebener Napfkuchen. 1 Man reibt 1 Pfund, nicht zu ſtark geſalzene, oder beſſer ausgewaſchene und abgetrocknete Butter, nach

gelinder Erwaͤrmung, in einem Reibnapfe mit einet

hoͤlzernen Keule zu Schaum, ſetzt nach und nach 16 Eydotter hinzu, und wenn dieſe mit der Butter wohl vereinigt ſind, thut man ein wenig geſtoßene Mus⸗

katblumen, von zwey Zitronen die abgeriebene Scha⸗

le und 19 Loth geſtoßenen Zucker hinein und arbei⸗ tet alles durcheinander. Iſt dies geſchehen⸗ ſo thut