Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
307
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gehen, formt dann Brodte daraus und baͤckt dieſel⸗ ben in einem gehoͤrig geheitzten Ofen.

719. Semmel.

Man macht hierzu einen lockern Teig von einem halben Maaße Milch, einigen Eſſloͤffeln voll guter Weißbierhefen, etwas Salz und der erforderlichen 8 Quantitaͤt Mehl, formt, nach geboͤrigem Aufgehen, Semmeln von beliebiger Groͤße davon und aͤßt ſie backen

Wenn die Hefen nicht friſch und kraͤftig ſind, ſo

thut man wohl, wenn man ſie in einem geraͤu⸗ migen Topfe mit etwas grobem Zucker und feinem

Mehl anruͤhrt, wohl zugedeckt, an einen war⸗

men Ort, oder in warmes Waſſer ſtellt und ſie erſt anwendet, wenn ſie in voller Gaͤhrung be⸗ zeſe ſind.

720. Wecken oder Stollen.

Man macht einen etwas derben Teig von 1 Maaß erwaͤrmter Milch, Pfund zerlaſſener Schmelz⸗ butter, 2 Eydotter, 3 Pfund Roſinen und eben ſo viel Korinthen, 8 Loth laͤnglicht geſchnittenen Man⸗ deln, 4 Loth Zucker, der erforderlichen Quantitaͤt guter Weißbierhefen und feinen Mehls, laͤßt denſelben, wohl zugedeckt, aufgehen formt alsdann eine oder zwey Wecken dav. u. laͤßt ſie nach gehoͤrigen Aufgehen backent

721. Gemeiner Napf⸗oder Aſchkuchen.

Man ſchuttet feines Weitzenmehl in eine Back⸗ molde, macht durchs Auseinandertheilen in der Mit⸗ te eine Vertiefung, gießt ½ Maaß erwaͤrmte Milch