Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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Saft von 3 Zitronen, verſüßt ſie mit Zucker, wuͤrzt ſie mit Gewuͤrznelken, Zimmt, Muskatblu⸗ men und Kardemomen, laͤßt ſie damit aufſieden, ſetzt ihr dann 8 zu Schaum geſchlagene Eyweiß zu, und zieht ſie mit einer Kelle ſo lange in die Hoͤhe, bis das Eyweiß ſich meiſtens vertheilt hat. Alsdann nimmt man die Gallerte vom Feuer, gießt etwas kaltes Waſſer hinzu, laͤßt ſie ein Weil⸗ chen ruhig ſtehen, und filtrirt ſie dann durch⸗ eine Serviette, ohne dieſe zuletzt auszuringen. Das zu⸗ erſt Durchgelaufene pflegt eigentlich etwas truͤbe zu ſeyn, daher man es ſo oft auf das Fältrum zuruͤck gießen muß, bis es ganz klar durchlauft. Hierauf wird die Gallerte von neuem wieder d weit eingedickt, daß ſie in der Kaͤlte geſtehet, da ſie alsdann in Glaͤſer oder Schalen ꝛc. gefüllt wird. Sie muß ſo lange an einem kuͤhlen Orte aufbewahrt werden, bis ſie genoſſen werden ſoll, weil ſie ſonſt weich und fluͤſſig wird. Soll die oben beſchriebene Diſtanz von Hauſenblaſe(673) zu Zitronengallerte gemacht werden, ſo ſetzt man der⸗ ſelben die gelbe Schale und den Saft von 6 Zi⸗ tronen, ingleichen in ein kleines Tuͤchelchen gebun⸗ denes Gewuͤrze und ¾ Pfund Zucker zu, laͤßt ſie damit eine Weile ſieden, klärt ſie mit 6 zu Schaum geſchlagenen Eyweißen ab, und behandelt ſie ganz wie die von Hirſchhorn bexeitete Gallerte.

Soll die Gallerte eine rothe Farbe haben, als⸗ dann reibtman 1 Quentchen Cochenille ſehr fein, ſetzt ein wenig Alaun hinzu und kocht beydes mit

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