Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
274
Einzelbild herunterladen

274. Von dem uͤbrigen Fleiſche der Keule macht man ei nen Farſch, indem man daſſelbe fein hackt, dann in einem Moͤrſer zerſtoͤßt, mit in Milch geweichter und wieder ausgedruͤckter Semmel, geklopften Ey⸗ ern, klein gehacktem Nierenfett und Zwiebeln nebſt Salz Muskatblumen und zu Schnee geſchlagenem Eyweiß zuſammenruͤhrt. Zu dieſer Paſtete nimmt man einen muͤrben Butterteig. Man reibt nemlich 4 Theile Mehl und 3 Theile ausgewaſchene, abge⸗ trocknete und in Scheiben geſchnittene Butter zwi⸗ ſchen den Haͤnden unter einander, feuchtet die Maſ⸗

ſe mit Sahne an, ſchlaͤgt Eyer hinzu, ſalzt es ge⸗ hoͤrig und vereinigt alles wohl mit einander. Nach⸗

dem man nun einen Boden zu der Paſtete ausge⸗ rollt hat, ſtreicht man etwas von dem Fleiſchfarſch darauf, belegt denſelben mit einer Lage Fleiſch, be⸗ ſtreicht dieſe wieder mit Farſch, und ſo wird mit dieſer Abwechſelung ſo lange fort gefahren bis die Paſtete voll iſt. Alsdann legt man einige Speckſcheiben auf und macht ſie wie Nr 655 fertig. Man macht dazu eine Soſe von in Butter braun

gebratenem Mehl, Wein, Zucker, Zitronenſchale

und Korinthen, das man zuſammen aufkocht, und gießt dieſelbe entweder in die gahr gebackene und aufgeſchnittene Paſtete, oder giebt ſie auch baionders dazu auf den Tiſch.

656. Schͤpſenfleiſchpaſtete. Eine von Knochen befreyete Hammelkegte wird wird mit langgeſchnittenen Schinkenſtreifen geſpickt und