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629. Kartoffelkloͤße. Man ruͤhrt Butter zu Schaum, ſchlaͤgt Eyer
daran, thut Salz, etwas Muskatblumen, aufge⸗
kochte und auf einem Reibeiſen geriebene Kartof⸗
feln und etwas geriebene Semmel, alles im gehoͤ⸗
igen Verhaͤltniſſe, hinzu, formt Kloͤße aus der
gehoͤrig durchgearbeiteten Maſſe, und kocht ſie in
Fleiſchbruͤhe gahr. Man kann aus dieſer Maſſe auch kleine Kloͤßchen machen, ſolche in Butter gelb backen und zu Suppen anwenden. Oder: Man zerreibt abgeſchaͤlte rohe Kartoffeln auf einem Reibeiſen und uͤbergießt ſie, in einer tiefen Schuͤſſel, mit Waſſer. Wenn ſich die Kartoffel⸗
maſſe zu Boden geſetzt hat, ſtilpt man eine etwas
kleinerẽ Schuüͤſſel daruͤber, ſtellt das Ganze etwas
ſchief und laͤßt die Fluͤſſigkeit rein ablaufen. Als⸗
dann macht man die Kartoffelmaſſe mit Eyern,
in Butter gebratenen Semmelwuͤrfeln, geriebener
Semmel, Salz und etwas Mehl zu einem ziemlich veſten Teig, formt Kloͤße daraus und macht ſie in Fleiſchbruͤhe gahr.—.
630. Aepſelklöße
Man macht einen Teig von guten geſchaͤlten
und fein zerhackten Aepfeln, geriebener Semmel, etwas Korinthen, Eydotter und etwas Zimmt, macht Kloͤße daraus, baͤckt ſie in geſchmolzener Butter gahr, und macht eine Bruͤhe von Wein,


