Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
238
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570. Geſchmorte Kirſchen. Man pfluͤckt die Stiele von ſauren Kirſchen, oder ſchneidet dieſelben halb ab und ſchmort ſie mit zerſtoßenem Zucker entweder blos in ihrer Bruͤhe oder mit ein wenig hinzugeſetztem weißen Wein gahr und kurz ein, richtet ſie dann uͤber geroͤſtete Sem⸗ melſcheiben ab, und beſtreuet ſie mit Zimmt und Zucker.

571. Geſchmorte Johannisbeeren.

Man kocht Zucker mit wenig Waſſer uͤber ge⸗ lindem Kohlenfeuer auf und nimmt den entſtehen⸗ den Schaum ab. Alsdann ſchuͤttet man von den Stielen gepfluͤckte und von den Blumen befreyete reiſe Johannisbeeren hinzu, laͤßt ſie darin gahr und die Bruͤhe dick einſchmoren, richtet ſie an und uͤber⸗ ſtreuet ſie mit Zimmt und Zucker. Unreife Johan⸗ nisbeeren werden zuerſt mit ſiedendheißem Waſſer abgebrühet und dann mit Zucker geſchmort.

572. Geſchmorte unreife Stachelbeeren. Dieſe werden wie die Johannisbeeren behan⸗ delt, nur daß man ſie weniger als die unreifen Johannisbeeren ſchmoren laͤßt, und ſie beym An⸗ richten blos mit Zucker uͤberſtreuet. 1n2616

573. Gebackenes Obſt zu ſchmoren. Dieſes wird nach gehoͤrigem Waſchen entweder

in etwas Wein und Zucker, oder in Weißbier oder Waſſer, mit Zucker und Zitronenſchale, gahr und