Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
226
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26 5 zu, und laͤßt es ſaͤmig kochen. Man kann auch die Kapern eine Viertelſtunde in Fleiſchbrühe und Wein kochen, und die Bruͤhe zuletzt mit Eydotter abziehen. Sie iſt zu Fleiſch und Fiſchen anwend⸗ 2 bar.

532. Kirſchſoſe.

d Man zerſtoͤßt friſche oder gebackene Kirſchen mit ihren Kernen in einem Morſer, kocht die Maſ⸗

ſe eine Weile mit Waſſer, treibt ſie durch einen

feinen Durchſchlag, wuͤrzt fie mit Zimmt und auf Aaocker geriebene Zitronenſchale und laͤßt ſie noch ein mal aufkochen. Iſt ſie zu dick, ſo wird ſie mit et⸗ was Wein verduͤnnt, im entgegengeſetzten Fall kocht

3 man ſie mit etwas geriebenen Zwieback ſaͤmig. Statt

der Krſchen kann man ſich auch des Kirſchmuſes

zur Bereitung dieſer Soſe bedienen. Sie iſt ſchick⸗

lich zu Puddings, Eyerkuchen, Rinderzungen, Reh⸗

fleiſch, Tauben ꝛc. 1 4 1.

533. Kraͤuterſoſe.

Hierzu laͤßt man verſchiedene fein geſchnittene Kräͤuter, als: Dragun, Kerbel, Portulak ꝛc. in Butter ſchwitzen, gießt dann Coulis vder gute Fleiſch⸗ brühe mit etwas in Butter braun geroͤſtetem Meh⸗ le abgequirlt, dazu und laͤßt es eine Viertelſtunde kochen. Mau bedient ſich derſelben zu Rindſleiſch, Tauben, gebratenen Huͤhnern ꝛc. 85

Zucker, Muskatnuß und ein gut Theil Kapern hin⸗