Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
210
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210 1 488. Sander zu kochen.

Man beſtreuet den Sander, nach dem Ausneh⸗ men, mit Salz und laͤßt ihn einen Tag damit lie⸗ gen. Alsdann wird er in weichem nur wenig ge⸗ ſalzenem Waſſer, wozu man, nach dem Abſchaͤu⸗ men, Lorbeerblätter und enliſches Gewuͤrz gethan hat, gahr geſotten. Zur Soſe laͤßt man Butter ſchmelzen, thut fein geſtoßenen Senf und Weineſ⸗ ſig, Zucker und Muskatblumen dazu und giebt es über den Sander.

489. Sander zu backen.

Hiierzu wird der geſchuppte und ausgenomme⸗ ne Sander in Stüͤcke zerſchnitten und auf eine kur⸗ ze Weile eingeſalzen. Hierauf wird er mit einem Gemenge von geriebener Semmel, fein gehackten Sar⸗ dellen, geſtoßenen Gewuͤrznelken und Muskatnuß beſtreuet, in eine mit Butter ausgeſtrichene und mit geriebener Semmel und dem erwaͤhnten Gemen⸗ ge ausgeſtreuete Tortenpfanne gelegt, mit dem Gemenge, nebſt gepfluͤckter Butter, dick uͤberſtreu⸗ et, dann zugedeckt und durch oben und unten ge⸗ gebene Hitze gebacken. Zuletzt gießt man Wein und Waſſer hinzu und ſchuͤttet es wohl damit um.

490. Schellfiſche. Dieſe Fiſche werden geſchuppt, gewaſchen, die großen in Stuͤcke zerſchnitten, die kleinen nur ein⸗ gekerbt, in geſalzenem Waſſer gahr geſotten und mit Senfbruͤhe zu Tiſche gegeben.