Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
204
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- 204 470. Karpfen in Waſſer abgeſotten. Die Karpfen werden nach dem Abſtechen aus⸗ genommen, geriſſen, in Staͤcke zerſchnitten und

mit Salzwaſſer oder Weineſſig beſprengt, hierauf

mit kaltem geſalzenen Waſſer aufs Feuer gebracht, nach dem Abſchaͤumen mit etlichen Lorbeerblaͤttern und Pfefferkoͤrnern auch wohl Zwiebeln gewuͤrzt und gahr geſotten.

371. Karpfen in polniſcher Bruͤhe.

Man laͤßt beym Abſchlachten des Karpfen das Blut in Eſſig unter beſtaͤndigem Quirlen deſſelben, fließen, kocht darauf nach gehoͤriger Reinigung den Karpfen in gutem Bier mit hinzugeſetzter geriebe⸗ ner ſchwarzen Vrodtrinde, Schmelzbutter, Salz, zerſchnittenen Zwiebeln, etwas engliſchem Gewuͤrz, Zitronenſcheiben und Zitronenſchalen gahr, und rich⸗ ret die Bruͤhe daruͤber an.

472. Karpfen blau zu ſieden.

Die Karpfen werden, nachdem ſie geriſſen, ausgenommen und in Stuͤcke zerſchnitten worden, auf eine Weile mit Eſſig uͤbergoſſen, darauf in ge⸗ ſalzenes kochendes Waſſer gethan und, bey ſtarker Hitze gahr gekocht. Nach dem Herausnehmen aus ihrer Bruͤhe beſpritzt man ſie mit kaltem Waſſer und deckt ſie mit einem Bogen Papier zu. Man giebt geriebenen Meerrettig und geſtoßenen Zucker dabey.

473. Karpfen in Kirſchſoſe. Die Karpfen werden hierzu, wie aewoͤhnlich,