Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
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202 363. Girillirte Heringe. Man wickelt ſorgfaͤltig jeden Hering, nachdem er gewaͤſſert, geſchuppt und der Kopf abgeſchnitten worden, in ſtark mit Butter beſtrichenes Papier ein, und laͤßt ſie auf dem Roſte abbraten. Man kann ſie auch als Beylage zu Erbſenbrey geben.

464. Gebackene Heringe.

Nachdem man die Heringe gewaͤſſert und ge⸗ ſchuppt hat, werden ihnen die Graͤten ausgeſchnit⸗ ten, auch die Floßfedern genommen, alsdann ein paar Stunden in ſuͤße Milch gelegt, darauf in ei⸗ nen, von gequirltem Ey, etwas Wein, Mehl und gehackter Peterſilie bereiteten Teig getunkt, und in Butter gebraten.

465. Marinirte Heringe.

Man waͤſſert ausgenommene Heringe einige Ta⸗ ge, und wechſelt das Waſſer inzwiſchen oͤfters, haͤngt ſie dann an einen durch die Augen geſtoche⸗ nen Stecken ſo lange in den Rauch, bis ſie den

Geſchmack deſſelben angenommen haben,(indeſſen iſt dies Raͤuchern nicht weſentlich noͤthig,) roͤſtet ſie

hierauf ganz gelinde auf Kohlen ohne ſie mit einer Fettigkeit zu beſtreichen. Alsdanu ſchichtet man ſie in ein ſteinguthenes oder hoͤlzernes Gefaͤß mit Lorbeer⸗ blaͤttern, Zitronenſchale, groͤblich geſtoßenem Pfef⸗ jer und Zimmt ein, und üͤbergießt ſie mit ſtarkem Weineſſig und Baumol, deckt das Gefaͤß wohl zu und verwahrt es an einem kuͤhlen Orte.