— 166— dann in Scheiben geſchnitten und in heißer But⸗
ter gelb gebraten. Man giebt es zu Erbſen, Lin⸗ ſen ꝛc.
371. Kalbsbraten. 1
Der Kalbsbraten wird am Spieße immer et⸗ was beſſer, als im Ofen. Derſelbe wird entweder ungeſpickt, oder geſpickt gebraten, je nachdem es entweder ein Nierenbraten iſt, oder nicht. Im letz⸗ tern Falle muß er gehaͤutet werden. Man bringt den gehoͤrig vorbereiteten und mit Salz beſtreueten Braten am Spieß ans Feuer, begießt ihn Anſangs mit heißem Waſſer, ſobald er aber durchwaͤrmt iſt, wird das Waſſer aus der Pfanne gegoſſen; man begießt nun den Braten fleißig mit geſchmolzener Butter, und laͤßt ihn langſam abbraten, wozu un⸗ gefaͤhr 2½ Stunden erforderlich ſind..
Soll der Kalbsbraten im Ofen gahr gemacht
werden, ſo legt man ihn, mit Salz beſtreuet, mit der geſpickten Seite, oder wenn es ein Nie⸗ renbraten iſt, mit der Nierenſeite unterwaͤrts ge⸗ kehrt in die Pfanne, worin man etwas Waſſer ge⸗ goſſen hat, ſetzt ihn in den geheitzten Ofen, und behandelt ihn uͤbrigens wie den in dem Ofen gahr gemachten Rindsbraten. Er wird Anfangs bey maͤßiger Hitze gebraten, und dieſe wird erſt nach einer Stunde verſtaͤrkt, weil er ſonſt mehr dampft als bratet. Iſt er auf der obern Seite gelbbraun, ſo wird er umgewendet, auf dieſer Sei⸗ ee noch etwas geſalzen und gleichfalls braun gebra⸗


