— 163— eiſerne gut verzinnte Pfanne auf eine Roſte von ausgekochtem Laubholze, damit der Braten nicht in die Bruͤhe zu liegen kommt, weil er ſonſt mehr kocht als bratet, und unſchmackhaft wird, und gießt nach Beſchaffenheit des Bratens mehr oder
weniger Waſſer in die Pfanne.
364. Rindsbraten.
Man waͤſſert ein derbes Stuͤck Rindfleiſch von der Unterſchale, ungefaͤhr eine Stunde lang, klopft es dann recht muͤrbe, ſpickt es, nachdem man alles Fett abgeſchnitten hat, mit groͤblich geſchn ttenem Speck, ſteckt es im voͤlligen Gleichgewicht an ei⸗
nen Spieß, ſo daß es beym Umdrehen deſſelben kein Schwancken verurſache, bringt es ans Feuer und ſtellt eine Bratpfanne darunter. Zuerſt be⸗
gießt man den Braten etliche mal mit geſalzenem kochenden Waſſer, und hernach, wenn man das Waſſer weggegoſſen hat, oͤfters mit geſchmolzener Butter, bis er gahr iſt, wozu ungefaͤhr 4½ Stun⸗ de erforderlich ſind. Der Rindsbraten kann auch recht gut im Backofen gemacht werden, und wird eigentlich darin am beſten. Man gießt etwas Waſ⸗
ſer in die Bratpfanne, legt den auf obige Weiſe
vorbereiteten und noch mit Salz beſtreueten Braten hinein auf die hoͤlzerne Roſte, und ſetzt ſie damit in den Ofen. Man nimmt den Braten mit der Pfan⸗ ne oͤfrers aus dem Ofen heraus, und begießt ihn
Anfangs mit der in der Pfonne befindlichen Fluͤſ⸗ ſigkeit, und dann mit gebratener Butter. Wenn


