Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
155
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ſie voͤllig befiedert ſind. Beym Schlachten reißt man ihnen den Kopf ab, und rupft ſie nach dem Ausbluten. Wollte man ſie bruͤhen, ſo duͤrfte das Waſſer nicht ſehr heiß ſeye. Alsdann werden die⸗ Beine in den Kniegelenken abgeſchnitten, der Kropf und die Eingeweide ausgenommen, und von dem Magen die Haut inwendig abgezogen. Man waͤſcht die Tauben in kaltem Waſſer in⸗ und auswendig recht rein, klemmt unter den einen Fluͤgel den Ma⸗ gen und unter den andern die Leber, ſo daß die Fluͤgel hinten auf dem Ruͤcken uͤberſchlagen werden. Die Keulen werden durch gemachte Einſchnitte in die Haut geſteckt. Die Tauben werden einen Tag mortificirt.

354. Tauben mit Suppe.

Man kocht die Tauben mit gruͤnen ausgemach⸗ ten Erbſen, Peterſilie und Portulack in Kalbfleiſch⸗ bruͤhe gahr, macht die Bruͤhe zuletzt mit in Butter braun geroͤſtetem Mehl ſaͤmig, richtet die Taube auf geroͤſtete Semmelſcheiben an, giebt die Bruͤhe

daruͤber und uͤberſtreuet ſie mit Muskatblumen. Auch koͤnnen die Tauben, wie die Huͤhner,

mit Graupen, Reis, Nudeln ꝛc. gekocht werden. 355. Taube en Kirſchſoſe.

Die Tauben werde der Laͤnge in zwey Theile geſchnitten und in geſalzenem Waſſer beynahe gahr gekocht. Alsdann macht man eine Bruͤhe von Kirſchmus, Weineſſig, Waſſer, Zitronenſchale, Zimmt und Zucker, macht ſie mit in Butter braun