Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen

1

7*

1

209. Auf polniſche Art zubereitetes Nind⸗

fleiſch. Man ſchneidet Fleiſch von der Oberkluft in Stuͤcken etwa 6 Zoll lang und eben ſo breit, klopft 1 dieſelben muͤrbe, kerbt ſie ein, wendet ſie in Mehl um und bratet ſie in Butter auf beyden Seiten gelbbraun. Hierauf kocht man daßelbe in Fleiſch⸗ 1. bruͤhe oder in Waſſer und etwas Eſſig mit groͤb⸗ lich geſchnittenen Zwiebeln, Zitronenſchale und Lor⸗

leine beliebige Soſe dazu.

210. Nindfleiſch wie Wildprett zugerichtet. Man legt ein von allem Fett befreyetes, wohl geklopftes, und mit Salz eingeriebenes Stuͤck Rind⸗

te Wachholderbeeren, Lorbeerblaͤtter, Dragun, Ba⸗

ſilien und Rosmarin gethan hat. Alsdann wird

1 das Fleiſch auf beyden Seiten mit Speck geſpickt

1 und in einem Kaſſeroll oder Schmortopfe, mit et⸗

was Fleiſchbruͤhe und Weineſſig, muͤrbe gedaͤmpft. Es wird eine Kapernſoſe ꝛc. dazu gegeben.

211. Geſchmorter Rindsmuͤrbbraten.

Man zieht von dem Rindermuͤrbbraten alle Haut behutſam ab, klopft ihn murbe und ſpickt

* abgewuͤrzt worden. Hierauf belegt man den Boden eines Kaſſerolls oder Schmortopfs mit Speckſchei⸗ den und dieſe mit Butterſcheibchen, legt den Bra⸗

beerblaͤttern bey gelinder Hitze gahr, und macht

fleiſch acht Tage lang in Eſſig, wozu man geguetſch⸗

6.S ihn ſtark mit Speck, welcher mit Pfeffer und Salz 1.