Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen

Butter gelbbraun geroͤſtetem Mehle, nebſt Waſſer, rothen Wein, Zucker, Gewuͤrznelken, Zimmt, Zitro⸗

nenſchale und Lorbeerblaͤttern kocht, oder man rich⸗

tet eine Kirſch⸗ oder Johannisbeerſoſe dazu an.

205 Boef à la Mode. Hierzu nimmt man ein gutes Schwanzſtuͤck, oder ein Stuͤck aus der Keule, des Rindeskklopft es mürbe,

ſpeckt es mit naßen, etwa 3 Zoll langen, und einen

halben Zoll dicken, Speckſtreifen, die man vorher in einem Gemenge von Salz, Pfeffer, Gewuͤrznel⸗ ken, fein gehackten Schalotten und Thymian umge⸗ wendet hat. Alsdann laͤßt man in einem Kaſſerol oder Schmortopf etwas in Scheiben geſchnittenen Schinken, Speck, Zwiebeln und Butter gelbbraun werden, legt das Fleiſch darauf und laͤßt es auf gelindem Feuer ſo lange ſchwitzen, bis es gleichfalls gelbbraun wird. Jetzt gießt man gute Juͤs darauf. thut etwas Salz hinzu und laͤßt es 3 bis 4 Stun⸗ den auf gelindem Feuer kochen, daß die Fluͤſſig⸗ keit ſich wie ein dicker Syrup an dem Fleiſche an⸗ ſetzt. Dann nimmt man das Fleiſch heraus, legt es in ein anderes Kaſſeroll ꝛc. macht von dem uͤbri⸗ gen alles Fett herunter, thut etwas Juͤs oder Cou⸗ lis(227) und von einer Zitrone den Saft hinzu, laͤßt es damit aufkochen, giebt es darauf durch ein Haarſieb auf das Fleiſch, laͤßt es damit noch eine

halbe Stunde kochen und richtet es alsdann an.

206. Geſchmortes Nindfleiſch. Man klopft ein knochenfreyes, gewaͤſſertes und

3