Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
88
Einzelbild herunterladen

38 Rindfleiſch wird in dicke Scheiben geſchnitten und

der Boden eines Kaſſerolls damit belegt, das Kalb⸗

fleiſch hingegen ſchneidet man in duͤnne Scheiben, legt ſolche auf das Rindfleiſch, gießt etwas Bouil⸗ lon darauf und laͤßt es wohl zugedeckt auf gelin⸗ dem Feuer daͤmpfen. Wenn die Bruͤhe ziemlich eingekocht iſt, und ſich auf dem Boden braun an⸗ geſetzt hat, gießt man ſo viel Bouillon darauf, daß das Fleiſch damit bedeckt wird, thut einige Zwie⸗ beln und etwas feines Wurzelwerk hinzu, und laͤßt

es langſam ſo lange kochen, bis das Fleiſch gahr iſt

und giebt dann die Fluͤſſigkeit durch ein feines Haarſieb in ein anderes Geſchirr. Zur Bereitung

dergleichen Jüs,(oder durchs Daͤmpfen des Fleiſches erhaltenen braunen Bruͤhe) kann man ſich auch der

Fleiſchabfaͤlle von Frikandos ꝛc. bedienen. Man gebraucht den Juͤs zu braunen Potagen und Ra⸗

gouts. 8 6

204. Panirtes Rindſleiſch.

Ein mit Fett uͤberwachſenes Stuͤck Rindfleiſch wird auf gewoͤhnliche Art weich gekocht, dann aus der Bruͤhe genommen, mit einem, aus geriebenem ſchwarzen Roggenbrodte und etwas Fleiſchbruͤhe be⸗ reiteten und mit geſtoßenem Zimmt und Zucker ge⸗ wuͤrzten Teige, Finger dick, uͤberzogen, und in einer, mit Butter ausgeſtrichenen Pfanne, in maͤßiger Hitze, im Ofen gelbbraun gebraten. Ddie Soſe dazu macht man entweder von der

Bratenbruͤhe, indem man dieſelbe mit etwas in

1