Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
74
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woruͤber man ein, auf drey Faͤßen ſtehendes und etwa einer Hand breit von dem Waſſer entferntes Gitterwerk von Eiſendrat oder Holze ſetzt, worauf man die Kartoffeln legt. Zugleich muß der Keſſel mit einem genau ſchließenden Deckel verſehen ſeyn. Sobald nun in dieſer Vorrichtung die Kartoffeln aufs Feuer geſetzt werden, und das Waſſer durch die Hitze in Dampf verwandelt wird, ſo durchdringt derſelbe die Kartoffeln ſehr geſchwind, und macht ſie bald gahr, ohne daß er denſelben den Zuckerar⸗ tigen Beſtandtheil entzieht, der bey der gemeinen Art des Kochens durchs Waſſer ausgezogen wird und verlohren geht; daher die durch Waſſerdampf gahr gemachten Kartoffeln ungleich ſchmackhafter ſind, als die auf gewoͤhnliche Art gekochten.

177. Kartoffeln geröſtet.

Die Kartoffeln werden in Waſſer abgekocht, abgeſchaͤlt, nach dem Erkalten in Scheiben zerſchnit⸗ ten und nebſt kleingeſchnittenen Scharlotten in braun gemachter Butter gelbbraunn gebraten. Man kann ſie entweder als eine beſondere Speiſe auftragen, oder als Kaſtanien zu Braunkohl geben.

178. Kartoffeln geſchmort.

Die Kartoffeln werden in Waſſer abge kocht, in Scheiben zerſchnitten, in Butter abgeſchwitzt hierauf mit Wein aufgefuͤllt und mit hinzugeſetztem Zucker ganz eingeſchmort.