Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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55 Blaͤtter behutſam von einander, fuͤllt in jeden Kopf etwas von einem Farſch, der dem vorher(126) be⸗ ſchriebenen aͤhnlich iſt, ſchlaͤgt die Blaͤtter wieder zu⸗ ruͤck, und umbindet ſie. Alsdann kocht man den Kohl in Fleiſchbrühe mit Butter weich, und ſetzt gegen das Ende geroͤſtetes Mehl hinzu. Zu allen Zurichtungen von Savoyerkohl kann man friſches und geraͤuchertes Rindfleiſch, Haminel karbonade, Enten ꝛc. geben.

128. Braunkohl. Ninr0 Man ſtreift beym Verleſen des Braunkohls die Blaͤtter von ihren Haupt⸗ und groͤßern Ne⸗ benrippen ab, waͤſcht ſie und kocht ſie, entweder in dieſer Geſtalt oder nachdem ſie fein zerſchnitten oder mit einem Stampfeiſen zerſtampft hat, mit Waſſer eine Viertelſtunde lang, ſeihet dann daſſel⸗ be ab und kocht alsdann den Kohl in Fleiſchbruͤhe oder Waſſer, mit Butter und Schmalz nebſt eini⸗ gen Zwiebeln gahr und die Bruͤhe ganz ein. Gegen das Ende ſetzt man dem Kohl etwas Mehl zu und ruͤhrt ihn damit wohl durch. Beym Anrichten uͤber⸗ ſtreuet man den Kohl mit geriebener Semmel und Zucker und belegt den Rand der Schuͤſſel mit dem kleinen Fleiſchwerk, wenn man dieſes als Beylage dazu giebt, oder man legt auch einen Kranz von geſchaͤlten und in Fleiſchbruͤhe mit etwas Zucker gahr und kurz eingekochten Kaſtanien darum. Der Braunkohl kocht in 2 Stunden weich. Als Beylage zu dieſem Gemuͤſe koͤnnen alle Zuberei⸗