Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
41
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41 ſchmackhafteſten, wenn fie noch jung und zart ſind, und die Periode ihres Lebens noch nicht herange⸗ nahet iſt, wo ſie ihre Bluͤte treiben. Spargel iſt im May und Junius am beſten. Radieschen wer⸗ den zwar meiſt nur im Fruͤhjahr geſchaͤtzt, allein ſie köͤnnen den ganzen Sommer hindurch gezogen werden, und ſind ſo lange gut, als ſie nicht ſto⸗ ckig ꝛc. ſind. Gruͤne Schminkebohnen ſind den gan⸗ zen Sommer bis zum Herbſt gut, wenn man ſie abpfluͤckt ehe ſie hart werden und der Saame ſich ausbildet. Schotenerbſen ſind am ſchmackhafteſten, wenn ſie nicht mehr zu klein, aber auch noch nicht zu groß und hart geworden, ſondern von mittelmaͤ⸗ ßiger Groͤße ſind. Reife, trockne Erbſen, trockne Bohnen und Linſen ſind gleich nach ihrer Reife und das erſte Jahr am beſten. Je aͤlter ſie wer⸗ den, deſto mehr verliehren ſie von ihrer Guͤte und ihrem Geſchmack, werden harthuͤlſig und wollen als⸗ dann auch nicht mehr recht weich kochen. Mohrruͤ⸗ ben ſind am ſchmackhafteſten, wenn ſie die Staͤrke

eines Mannsdaumens haben; Paſtinaken, ehe ſie ſuͤß werden. Kohlrabi iſt den ganzen Sommer hin⸗

durch gut, ſo lange er noch jung und zart, und

noch nicht ausgewachſen iſt, nach Michaelis veraͤn⸗

dert ſich ſein Geſchmack. Kartoffeln ſind von vor⸗ zuͤglichem Geſchmack zur Zeit ihrer Reife, wenn ihr Kraut abtrocknet, und bleiben, bey gehöriger Aufbewahrung, ſo lange gut, bis ſich ihr Keim zu entwickeln anfaͤngt. Weißkohl iſt gegen Michaelis