— 58— ſichblaͤttern, auf Zucker abgeriebener Zitronenſchale, Vanille zc. aufgekocht, mit Eydotter abgezogen, durch ein Haarſieb gegeben, nach dem Erkalten uͤber Milchſemmel ꝛc. angerichtet und mit Zucker und Zimmt uͤberſtreuet. 1 Oder:
Man ſetzt 1 Maaß Milch mit 4 Loth Zucker und etwas geſtoßenem Zimmt aufs Feuer, ruͤhrt ein halb Maaß Sahne mit 5 Eydotter und etwas Mehl klar, und quirlt damit die Milch, wenn ſie anfaͤngt zu kochen, damit ab, und laͤßt ſie in einer Terrine erkalten.
91. Bier⸗ oder Brodtkalteſchaale.
Man gießt auf geriebenes, altes, oder in klei⸗ ne Stuͤcke geflocktes friſches, ſchwarzes, oder wei⸗ ßes Roggenbrodt Braun⸗ oder, Weißbier, verſuͤßt es nach Gefallen; ſetzt auch wohl auf Zucker gerie⸗
bene Zitronenſchale und abgeſottene Korinthen dazu.
Zum Weißbhier kann man auch ſtatt des Brodtes Zwieback, Brezeln ꝛc. nehmen, auch etwas Wein hinzu gießen. Man kann ſie mit füingehattes Zi⸗ tronenſchale uͤberſtreuen.
92. Kirſchkalteſchaale.
Man zerſtoͤßt friſche ſaure Kirſchen mit ihren Kernen in einem ſteinernen oder eiſernen Moͤrſer, kocht ſie nebſt Zitronenſchale und Zimmt in wenig Waſſer und Wein, treibt ſte durch einen Durch⸗
ſchlag, verſüßt fie nach Gfaſten und richtet ſie,


