— 35— 83. Milch⸗ oder Tiegelbrey.
Man ruͤhrt in geſchmolzene Butter in einem Tiegel ſo viel feines Mehl, als dieſelbe annehmen kann, gießt dann unter beſtaͤndigem Ruͤhren ſo viel Milch daran, daß der Brey die gehoͤrige Kon⸗ ſiſtenz erhaͤlt, wuͤrzt ihn dann mit Zimmt und Zu⸗ cker, ſetzt eine eiſerne Staͤrze daruͤber und erhitzt ihn von unten und oben, damit er nicht allein baͤckt, ſondern auch Farbe belommt, und beſtreuet ihn dann mit Zimmt und Zucker.
84. Apfelbrey.(Apfelmus.) Man ſchaͤlt gute, nicht ſaure Aepfel, ſchnei⸗
det ſie in Viertel, und das Kernhaus heraus, kocht
ſie in wenig Waſſer mit Zucker und etwas Zitro⸗ nenſchale weie ch, ruͤhrt ſie dann mit einer hoͤlzernen Kelle zu einem Brey, treibt denſelben auch wohl durch einen Durchſchlag, uͤbergießt ihn beym An⸗ richten mit braungebratener Butter und uͤberſtreuet ihn mit Zucker und Zimmt. Um das Apfelmus noch mehr zu verdicken, kann man auch Eydotter darunter ſchlagen, oder geroͤſtete Semmelkrumen darunter ruͤhren und damit aufkochen laſſen.
Als Beylagen koͤnnen hierzu gegeben werden, Kar⸗
bonade, Bratwurſtkloͤße. ꝛc.
85. Kuͤrbisbrey.
Man ſchneidet den reifen Kuͤrbi s in der Mitte
von einander, nimmt mit einem Loffel⸗ die Saa⸗
menkhrner und Faſern heraus, ſhan de das Fleiſch⸗
„


