1— 28— 66. Zimmtſuppe. — Man kocht gelbbraun gerdͤſtetes ſchwarzes Roggenbrodt in Waſſer, wozu man viel groͤblich geſtoßenen Zimmt gethan hat, weich, treibt es dann durch einen Durchſchlag, bringt das Durch⸗ geriebene von neuem mit auf Zucker geriebener Zitronenſchale, Butter, Salz, Zucker und Wein
ins Kochen, zieht die Suppe mit Eydotter ab,
und richtet ſie uͤber geroͤſtete Brodtſcheiben an.
57. Wurzelſuppe.
Man ſchwitzt zerſchnittene Zuckerwurzeln, Mohr⸗ ruͤben und anderes beliebiges Wurzelwerk nebſt etwas Schinken und ein wenig Mehl in Butter ab, kocht ſie darauf in Fleiſchbruͤhe, wozu man Ingwer und Muskatblumen gethan hat, weich, thut alsdann geriebenes Roggenbrodt daran, und wenn es damit durchkocht worden, wird alles durch ein Haarſieb getrieben, gehoͤrig gefettet nnd dann angerichtet.—
68. Morchelſuppe. „Man zerhackt von einer erforderlichen Quan⸗ titaͤt ſorgfaltig gereinigter Morcheln 3 Theile ganz fein und laͤßt die uͤbrigen ganz, ſchwitzt erſt bey⸗ des in Butter ab und kocht ſie dann in Fleiſchbruͤ⸗ he, wozu man Muskatblumen gethan hat, weich
und richtet die Suppe uͤber geroͤſtete Scheiben von
weißem Brodt, anu.
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