192— 10—
durch einen Durchſchlag getrieben, und entweder mit Milch oder Wein verduͤnnt, damit aufgekocht, und dann uͤber in Butter gebratene Semmelwuͤrfelchen angerichtet, und mit Zucker und Zimmt uͤberſtreuet.
„. 17 Nudelſ uppe.
Man macht aus Mehl, Eydottern und Eyern
(auf ein halb Pfund Mehl nimmt man etwa 4 Ey⸗ dotter und ein Ey) wozu man auch etwas Salz und etwas Muskatblumen hinzugeſetzt hat, vermit⸗
1 telſt einer höͤlzernen Kelle, einen ſteiſen Teig, man⸗
gelt denſelben ſo duͤnn, als moͤglich aus, ſchneidet denſelben nach der Bereibung mit Mehl, in ſchma⸗ le lange Streifen, legt mehrere derſelben uͤber ein⸗ ander, zerſchneidet ſolche der Queere, vor der Hand,
mit einem ſcharfen duͤnnen Meſſer, in feine Streif⸗ . chen, beſtreuet dieſelben mit etwas Mehl, lockert
ſie auf, und laͤßt ſie an der Luft oder Waͤrme et⸗ was abtrocknen.— Alsdann laͤßt man die Nudeln nach und nach durch die Finger in ſiedende Rind⸗
fleiſch⸗oder Kalbfleiſchbruͤhe, welche mit Ingwer
oder feinem Wurzelwerk gewuͤrzt worden, fallen, ſo⸗ bald ſie gahr ſind, werden ſie Engerichtet. damit die Bruͤhe nicht zu ſaͤmig werde.. — Oder:—
Man wirft die abgetrockneten friſchen Nudeln in kochendes Waſſer, gießt dieſes ſogleich wieder ab, und ſpuͤhlt die Nudeln in kaltem Waſſer von
allem Schleim. Hierauf roͤſtet man Mehl in But⸗ ter, loͤſcht daſſelbe mit Fleiſchbrüͤhe ab, bringt die⸗
—-


