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Geschichte der mundartlichen Literatur in Hessen und Nassau
Entstehung
Seite
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Die ziechd en in Schtrow,- er zeent ans Läund'

Der Neckargeischt is es, er hot die chcht,

ur verlangt e 1evendige l die Racht.

prei Dag lang find't kar de Dodte nit,

Drei PLag 1ang und drei Jacht,

Ar virde erscht bringt en's Gevösser n.lt

Ausez Grund ruf, uand rauscht 1 acht.-

Do seht'r 7o,'s is keef nadürliches DPins:

Ir podd un de Hals run en bloce Ring:

Der Reckargeischt war'8:- Yr hot die acht,

vr holt sich e Seel in der Ghannsdassnacht. Pie Oprache des Bedichtes 1st rec': urgetreu. Das Nort Stror 18t nech einer Eennt is der rheinfränlischen u dar: durchaus freud, sicher- Ttch in der zZusarrensetzurg reckar ohtrow. Auch Tautet 18 t noch-

7... e* Ge ten, vertrinxen in der: inne 4es Srtrinkens und ernt. I1 dritt- lerzten vers der zwelten trophe is: vor Stron der Arttel ausgesechie den; nib ist asslalliates nit. Godiee allnächtiger Gnad 1st reines Hochd eutsch. In der dritten dtropne züsste es beiesen: Aächt statt Nacht,

Geuisser ist hochdeutsch, ebensc nit acht. Schliesslich 18t d1

mdsilbe in nadürliches felsch.

Das ganze Gedicht iet aber, wie ausdrücklich festgestellt ver- den nues, nicht durchaus bezeichnend für Badlers undart; 8le i18t sonst im allgeneinen besser behandelt.

Jadler war auch der erste, der die Politik in den Kreie der gundartlichen Dichtung sog, wenn auch eben auf seine beise. Jeden- falle gehören die"rlebnüsee des Herrn Christoph Hacke trunpf, voi- land Sohuhnacher und Volksredner, Partikulier und Bürgergrenadter- hauptwann, Ratsherr und Innaber einer goldenen Schnupftabaksdose su den 1ustigsten, die er gesochrieben hat.

soiner Fröhlich Pfals 1st auch in der Roolamsohen Ausgabe ein unfangreiches Törterduch deigegeben, in den die seltenen Ausdrücke und die rein rundartlichen ausflühr 11 h dehandelt eind. Dae Baueru-

mundart ist desonder gekennselchnet. Auch ein kleines Granmatik hat

Nadler seiner Sarnlung beilgegoeden.