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Geschichte der mundartlichen Literatur in Hessen und Nassau
Entstehung
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r. Soott(wainz 1829) sind längst vergessen, und von elen Bedich- ten, SItwas zu dachen, die rl 51tendorf dei Reclanieder bperaus- gegeden hat, sind allein peine-undartliochen Verse wertoll, sowie eln kleine Theaterstüok, Die le'nproben, das wahrscheinlich als Ir- öffnungsscherz zu einer karnovalitisohan anfgsfuhrt wurde. Sehr vir- kungevoll iet hier die bäuerliche undart des inzereUsschütt der städtischen der er.deren Perscnen gegenüberçestellt, vas er nur noch eInwal. in Geldrn. kler, versucht hat. it Kausnahe der paar Lorte des entlarvten Pranziskaners(S. 77, f] hat er sonst nur die bäuerliche undart vervwendet. ie aus seinen Gedichten hervorgeht, hat er die ehrzahl davon irn Gewand einee Bauern selbset vorgetragen, wie das bei Fas tnachtsveranstaltungen des ainzer Karneval6-Vereins so üb- lich iet, Nilheln Clobes berichtet in seinen inzer Jarrenspiegel, dass Lennig nit Langenschuars und andern zu den gefeiertsten Karne- valsrednern gehört hat.(Seite 21) Er selbst sagt(Der Bauer nach der kKur von iesbaden.) 1. 2 11%

Do sein eich! Gott sei Dank, dass 1ch do sein. Las gäbe keinen Oinn, wenn er nicht auf das Podiun getreten väre. Teutlicher wiro das in Jer 10 Studien(Anfant):

Bion drauch en elch noer kors ewol zu nenno; Ehr niset mein Jer el 1o Vun vorren Jahr noch xonno.

und aus den Schluss seinee ertsgenannten Gediohtes:

Ja scheen- Zoin Knolle deld war fort in aaner Noch, Die Knolle von gein KadlGht, adſees, die hunn eich noch.

Aus dieser besonderen Art ergibt sich denn die faet beispiel1 0e Sicherheit i Gedrauch der l1ebendigen nundar tlichen Rode. Stoffe und quellen sind ihm, wie den zeisten Faetnachtedichtern in aine, die Bauern der Ungoegoend; ihr pesen hat er weisterhaft oefasst und nit derben und grossen Striohen darges tellt(Die Standeevahl, An- fang):

Aanmol for allemol, eieh kanne 70 kantonsore.

Sich sein zer aenn: nang. zein JorJoxh mne Studoere. 6314 26 1 ijef 10acnt.