Jahrgang 
14-26 (1877)
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464 Illuſtrirte Ch

eins, ſondern um mehrere Verbrechen, und ein einziges unbedachtes Wort könnte die Verbrecher dem Arme der Gerechtigkeit entziehen.

Ich werde ſchweigen, erwiederte der Juwelier;kommen Sie morgen gegen Mittag zu mir, dann hoffe ich auch die übrigen Theile des Schmuckes Ihnen vorlegen zu können. 1

Was ſagen Sie nun? fragte der Kommiſſär ſeinen Begleiter, als ſie das Haus verlaſſen hatten.

Ich bin Ihnen außerordentlich dankbar aber wer iſt dieſer Herr Ackermann?

ronik der Zeit.

Ein Millionär, wie man ſagt. Wir reden noch näher darüber, es ſind ſeltſame Vermuthungen in mir aufgeſtiegen, denen ich auf den Grund gehen werde. Warten wir bis morgen, wie die Dinge augenblicklich liegen, darf nichts übereilt werden. Wir müſſen nun den Brief, der bei dem Müller gefunden worden iſt, mit dem Schatz⸗ gräbervertrag vergleichen; ſtimmen beide Handſchriſten überein, ſo wird dadurch meine Vermuthung, daß Woldemar Kramer in dieſer Stadt weile, beſtätigt. Dann laſſen Sie mich ruhig weiter forſchen jund beobachten, ruhen Sie heute von Ihrer Reiſe aus, ich glaube,

t Tyͤten,

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Der Dom in Erfurt.(S. 479.)

wir werden morgen genug zu thun bekommen. Hier iſt eine famoſe Weinſchenke, und ich fühle das Bedürfniß, den inneren Menſchen zu erquicken, begleiten Sie mich?

Der Polizeirath nickte und folgte ihm in die Reſtauration, in der ſie bald darauf vor der vollen Flaſche ſaßen.

Siebenundzwanzigſtes Kapitel. Eine furchtbare Entdeckung. Es wird Zeit! ſagte der Sekretär Becker, der im Kabinet

ſſeines Herrn am Fenſter ſtand und finſter in die Abenddämmerung hinausſchaute.Wir ſtehen auf einem Vulkan, deſſen Ausbruch in

der nächſten Stunde erfolgen kann.

Ackermann hatte die Arme auf der Bruſt gekreuzt, raſtlos wanderte er auf und nieder, aber nicht Furcht und Beſorgniß, ſon⸗

dern nur hohnvoller Spott ſpiegelte ſich in ſeinem Geſicht.

Ich halte Sie nicht, gehen Sie! erwiederte er.Ich werde aufathmen, wenn ich Sie nicht mehr ſehe! Sie haben Geld genug, ich begreife nicht, daß Sie nicht längſt eine andere Heimath geſucht