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Nachdem der Aſſeſſor ſich von der Richtigkeit dieſes letzteren Faktums Ueberzeugung verſchafft, ward eine Hausſuchung angeordnet, die in Gegenwart des jungen Wallberg vollzogen wurde. Hugo, deſſen Nerven ſeit dem Todestage ſeiner Tante auf das Schmerz⸗ lichſte alterirt waren, erblaßte, als man die Kaſſette öffnen wollte, und ſuchte mit zitternden Händen den kleinen Schlüſſel, welchen er
Inhalte des Kaſtens ſo wenig paſſe 3
Hugo verwirrte ſich in ſeinen Angaben. Nachdem er der Wahrheit gemäß konſtatirt, daß er den Schlüſſel zu dieſer Kaſſette nicht von ſich gebe, es alſo unmöglich ſei, die Flaſche wäre von freinder Hand, zum Zweck, ihn zu verdächtigen, hineingethan wor⸗ den, leugnete er anfänglich, daß er darum wiſſe, wie ſie dennoch
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72 Illuſtrirte Cyronik der Zeit.
in ſeinem Portefeuille verwahrte. Noch ahnte er vielleicht nicht, daß man in der Kaſſette, die Briefe und Familienpapiere enthielt, nach dem Fläſchchen ſuche— als aber eben dieſes gefunden und ihm vorgehalten ward, bedeckte eine glühende Röthe die vorher noch ſo bleichen Wangen und Hugo vermochte nur ſtotternd eine Erklärung abzugeben, wie dieſe Flaſche hierher komme, die doch zu dem übrigen
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hineingekommen ſei. Als er aber an dem Achſelzucken und der ſtrengen Miene des Aſſeſſors erkennen mochte, daß dieſer ſeiner Ausſage durchaus keinen Glauben ſchenke, entſchloß er ſich zu einem offenen Bekenntniß: Demnach hatte er vor fünf Tagen plötzlich die Flaſche, welche derjenigen glich, die er vor Wochen ſchon im Atelier vermißt, in einer Ecke ſeines Schreibtiſches unter verſtreuten
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