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der und der Nummer des Kataloges durch expreſſen Boten, durch
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keine Packete befördert! Meiſtens iſt den Beſtellungen die Bemerkung hinzugefügt:„Wenn wir die aufgegebenen Sachen nicht bis zu der und der Stunde in unſeren Händen haben, können wir ſie nicht ge⸗ brauchen.“— Die Markthelfer haben den größten Theil der Nacht hindurch ausgeſucht und zuſammengepackt. Einige Kiſten werden ſo eben zugenagelt und mit Signaturen verſehen, während ein Commis die Briefe dazu ſchreibt. Andere Kiſten ſind angekommen, werden geöffnet, der Inhalt geprüft, das Nöthige herausgenommen und aufgeſtellt.
Es iſt für Fremde nicht lange geheuer in der Niederlage, wir ziehen es vor, in dem großen Verkaufsgewölbe eine flüchtige Muſterung zu halten. Hier haben wir zuerſt eine Auswahl von Muſikinſtru⸗ menten zu Kinderſtubenconcerten, von dem feinen Accordion oder der Ziehharmonika mit Perlmutter⸗ oder Silberknöpfen, 10 Thaler das Stück bis zur gewöhnlichen Blaſeharmonika aus Holz oder Knochen und zum antiken Brummeiſen, dieſer Miniaturlyra, das Stück zu 3 Pfennige. Daneben ſtehen kleine Drehorgeln, Vogelorgeln mit pfeifenden Tönen, je nach der Zahl der Stücke, welche ſie ſpielen, theurer oder wohlfeiler, von 3 bis 8 Thaler, dann Glasharmonikas mit Hämmerchen zu ſchlagen, Pianinos für Kinder, 20 Töne ent⸗ haltend, ſammt dem Notenhefte einen Louisd'or im Preiſe; Clarinetten,
Signalhörner, Trompeten und Waldhörner mit Harmonikaſtimmen. 1 Spieldoſen beginnen eine neue Reihe und ſteigen bis zu den feinen muſikaliſchen Tableaux mit Mechanismus: eine Guitarreſpie⸗ lerin, einen Muſikanten, eine Tänzerin u. a. darſtellend.
Eine Reihe Schachteln mit geöffneten Deckeln zeigen eine Mannig⸗ faltigkeit des Inhaltes, ſo reich, wie ſie das Leben ſelbſt kaum ver⸗ ſchiedenartiger bietet, niedliche Sachen aus Holz und Papiermaſſe zum Aufſtellen: hier eine wilde Jagd mit Hunden und Wild, da eine Künſt⸗
Ein Weihnachtsabend in Oregon.
„Ein Weinachtsabend in Oregon, unter Indianern und Goldgräbern! Das wird wieder einmal etwas recht ſeltſam Ausländiſches ſein!“— ſo denkt wohl mancher im alten Baterlande, dem dieſe Zeilen zu Geſicht kom men. Nun ja! ein deutſches Feſt iſt's allerdings nicht; aber auch an den Ufern des fernen amerikaniſchen großen Nordweſtſtromes feiert man den heiligen Abend, wenn auch auf andere Weiſe, als in Deutſchland.
Die Amerikaner ſeiern ihr Weihnachtsfeſt auf möglichſt lärmende Weiſe, wobei ſich die Jugend— young America— ganz beſonders her⸗ vorthut. Bereits am frühen Morgen knattert und knallt es in allen Straßen und Gaſſen, als ob eine Schlacht im beſten Gange ſei. Millionen ſogenann⸗ ter fire-crackers— an einander geheftete, mit Pulver gefüllte Papierkap⸗ ſeln,— verurſachen dieſen Höllenlärm. Hin und wieder werden von beſon⸗ ders Feſtluſtigen dieſe fire-crackers maſſenweiſe in leere Tonnen gelegt oder an den Straßenecken aufgehäuft und auf einmal entzündet, was ein impo⸗ ſantes Getöſe abgibt. Die Buben unterhalten ſich damit, den auf der Straße Spazierengehenden dieſe Teufelsdingerchen dicht an den Ohren oder vor den Füßen explodiren zu laſſen, mitunter ein Dutzend auf ein⸗ mal, oder eine neue Art mammouth-crackers abzubrennen, die wie kleine Kanonen knallen und den damit Begrüßten halb taub machen. Unwillig darüber zu werden, wäre Thorheit und würde den Angriff der muthwilligen Jugend nur verzehnfachen. Dazwiſchen wird von Jung und Alt mit Flinten und Piſtolen den ganzen Tag über geſchoſſen; mitunter auch werden ver⸗ mittelſt zweier auf einander gelegter Amboſſe, deren Bohrlöcher mit Pulver gefüllt ſind, Artillerieſalven improviſirt.
Die Sitte, ſich am Weihnachtsfeſte gegenſeitig zu beſchenken, iſt auch in Amerika eingeführt worden, obgleich in etwas veränderter Weiſe. Wer einen ſeiner Naaharn— Fngunde, Verwandte, Unbekannte oder Bekannte— in der Frühe überraſchen kaäl, ruft ihm zu:„Christmas gift!“(Weihnachts⸗ geſchenk)— was den Uebe Pſchten moraliſch zwingt, jenem ein kleines Ge⸗ ſchenk zu machen. Damen Pnd Kinder beſuchen die Läden, um den Kauf⸗ leuten auf dieſe höchſt ſinn ſhe Manier Geſchenke abzuzwingen. Einfach— aber praktiſch!— Zwiſchen Arch wird egg-nog(Eierpunſch, ein amerika⸗ niſches Nationalfeſtgetränk) ſaſſenweiſe genoſſen, um den Geiſt lebendig zu erhalten. Mitunter wird d. Geiſt jedoch reichlich lebendig, Scherz verwan⸗ delt ſich in Ernſt, und Revoly ps treten an die Stelle der fire-crackers.
So wurde in früheren Pahren überall in Amerika, als deutſche Sitte noch wenig Einfluß auf die Pingeborenen ausübte, das Weihnachtsfeſt ge⸗ feiert, wie es noch jetzt in k. ſeren Städten mehr oder weniger der Fall iſt. In Oregon, wo man Neuern fen haßt, iſt man bis jetzt der alten Sitte treu geblieben, und wer, ehe die N ot dem Höllenlärm ein Ende macht, von dem⸗ ſelben noch nicht halb taub geurdden, kann von Glück reden.
Denke ſich nun der Leſer mall dieſem ſchauerlichen Spektakel einen echten oregoniſchen Wintertag— Haget und Sturm, Eis und Schloßen, Regen und Schuee— alles durcheinander— und dabei gezwungen zu ſein,
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garten, ein ganzes Sortiment von Archen Noahs, nach der Zahl der Thiere, welche ſie enthalten, im Preiſe ſteigend bis zu 2 Thaler, ein Jahrmarkt, eine Wachparade, eine Stadt Bethlehem mit der Geburt Jeſu, eine Küche mit Geſchirr, Puppenſtuben und Salons, Theater mit und ohne Mechanismus ꝛc.
Viel Intereſſe erregen auch die kleinen mechaniſchen Kunſtſachen mit Uhrwerken im Innern, welche Bewegungen verſchiedener Art her⸗ vorrufen: Eichhörnchen, Mäuſe, Reiter, Chaiſen, Dampfſchiffe, Lauf⸗ puppen, die zugleich Papa und Mama rufen, Männer, welche die Treppe hinab Purzelbäume ſchlagen, auf Stelzen laufen und Queck⸗ ſilber im Leibe haben, andere, die unerſättlich Klöße oder gebratene Tauben verſchlingen und Thaler wieder hervorbringen ꝛc
Manche dieſer beweglichen Figuren werden durch Sandwerke ge⸗ trieben: Tänzerinnen, Eiſenbahnen, Affen, Muſikanten u. ſ. w. Es könnte einer an ihnen einen ganzen Kurſus der Mechanik und Phy⸗ ſik durchmachen,— ſogar der Magnetismus fehlt nicht, er muß hier eine Maus aus dem Loche locken, dort einen Schwan, einen Fiſch oder ein Boot auf dem Waſſer auziehen oder abſtoßen. Der an⸗ gehende Optiker findet ebenfalls ganz reſpectables Material. Vom ein⸗ fachen Kaleidoskop an und ſeinem Stiefbruder, dem Debuskop, bis zum kleinen und großen Gukkaſten, dem Stereoskop, und den vielerlei Sorten der Laterna magica mit Nebelbildern, Verwandelungen ꝛc.
Ebenſo mannigfaltig, wie die Spielwaaren aus Holz, aus Blech, Papiermaché, Knochen und Kautſchuck, ſind auch jene Sachen aus Zinn und Blei, Soldaten, Gefechtsſcenen zu Waſſer und zu Lande, Jagden aus allen Erdtheilen— doch, ſchließen wir unſere Rundſchau, wir könnten ſonſt in Verſuchung kommen, einen Katalog zu liefern, jedoch können wir nicht umhin, in Gedanken einen Blick auf die Entſtehung dieſer Welt im Kleinen zu werfen.
(Schluß folgt.)
Am Jamilientiſche.
halb erfroren von Morgens acht bis Abends zehn Uhr bei offenen Thüren in einer hölzernen Baracke mit Indianern und halb angetrunkenen Gold⸗ gräbern zu handeln, während young America ſich damit amüſirt, einem gelegentlich ein Paar Handvoll fire-crackers hineinzuwerfen, ſo kann er ſich vielleicht einen ziemlich richtigen Begriff von den Reizen eines dallenſer Weihnachtsfeſtes machen! Der kleine Ort, The Dalles, in dem ich mich aufhielt, iſt— beiläufig geſagt— eine ganz neue Stadt in Oregon am Columbiafluß und beſitzt, trotz ſeiner Jugend, ſchon Theater und Eiſenbahn.
Des den ganzen Tag über bis in die Nacht hinein anhaltenden Weih⸗ nachtslärms herzlich ſatt, ſchloß ich ausnahmsweiſe bereits um 9 Uhr Abends mein Lagerhaus, um wenigſtens einen Verſuch zu machen, den Weihnachts⸗ abend, den Umſtänden entſprechend, gemüthlich zu feiern.
Zunächſt warf ich einen Arm voll trockener Bretter in meinen blech⸗ eiſernen Ofen, um die Kälte aus meiner Wohnung zu vertreiben. In die Nähe des bald glühend rothen Ofens ſtellte ich— nicht einen Mahagoni⸗ tiſch, ſondern eine leere Kiſte und davor als Sitz einen etwas lahmen, lehn⸗ loſen Holzſeſſel, der nach amerikaniſcher Sitte von den Taſchenmeſſern meiner Beſucher und Kunden halb zerſchnitten war: Als Teppich legte ich ein gold⸗ gelbes, mit indianiſchen Stickereien reichverziertes Kuguarfell unter den Tiſch.
Alsdann braute ich mit kunſtfertiger Hand eine dampfende Blechbowle mit Eierpunſch, deſſen herrliches Aroma mich ſofort in eine gehobene Stim⸗ mung verſetzte. Aber ich fühlte mich einſam; mein Herz ſehnte ſich nach theilnehmenden Freunden, um in geſelliger Umgebung die Freuden des Feſt⸗ tranks zu genießen.
Ein Lichtgedanke erhellte meinen Geiſt. Hatte ich nicht ein meſſingbe⸗ ſchlagenes, dickes, hellgrünes Sammetalbum, ganz voll von lieben Bildern, eine Geſellſchaft, wie ich ſie mir nicht beſſer wünſchen konnte! Bald ſaßen meine ſämmtlichen Photographien vor mir im traulichen Kranze auf ihren Schnörkelſtühlen auf der alten Waarenkiſte.
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Zufrieden mit mir ſelber und der ganzen Welt hüllte ich mich in meinen treuen Breslauer Mantel, zündete meinen goldgelben Meerſchaum an und feierte ſo meinen Weihnachtsabend, indem ich der Reihe nach das Wohl ſämmtlicher im Kranze vor mir ſitzender Lieben der Heimat trank.
Allmählich ſchienen ſich die bekannten Geſichtszüge vor mir zu beleben; mir wurde ganz heimiſch, und ich fing an zu ſingen:
mmen
u. ſ. w.“ 5
„Wir ſitzen ſo fröhlich beiſ „Und haben einander ſo lieb
indem die Bilder mich immer freundlicher anſchauten, indes Boreas durch die Spalten des Hauſes ſchnob und ſilberne Schneeflocken durch eine Wand⸗ ritze mir bis dicht vor die Füße blies.
Die Zeit enteilte ſchnell. Auf der Straße knatterten nur noch hin und wieder vereinzelte fire-crackers wie erſterbendes Rottenfeuer, und die in die Flaſchenhälſe ſinkenden Feſtkerzen mahnten mich daran, daß die Geiſterſtunde lahe ſei. Nachdem ich meine Blechbowle des letzten Tropfens ihres goldenen Inhalts beraubt und es anfing, ungemüthlich kühl in meiner Baracke zu wer⸗
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