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„Ja, der Finke!— Aber er hat ihn nicht lange behalten, der da drüben! Er iſt bald nachher geſtorben,“ ſagte mein neuer Freund.
Mit einiger Bangigkeit blickte ich nach ſeinen Augen—
„Geſtorben?“
„Ja, noch während ich— ſaß.“— Und nur Schmerz um den Tod des Lnverleichlichen Vogels ſprach aus Ton und Blick.— Ich war beruhigt!
„Aber mir iſt es noch ſchlimmer gegangen,“ fuhr er traurig fort.„Ich hatte eine graue Grasmücke; die da, ſo gut ſie auch iſt, iſt ein Stümper dagegen. Wenn die ſchlug, dann war's, als ob die Sonne draußen ſchien, wenn's auch ſtürmte und ſchneiete“— er drückte die Hand— glücklicherweiſe den Rücken— an ſeine Augen, und ſo waren die langen Wimpern weniger gefährdet—„und war ſo zahm und zutraulich: eine Stimme, wie eine Dreoſſel, wie eine Nachtigall! Ich bin eins nicht zu Hauſe, nur die beiden da, die damals noch klein waren. Da kommt ein Kerl und ſagt den Kindern, er ſolle ſich die hübſche Graue holen, er habe ſie mir abge⸗ kauft; welche e es ſei? Die Kinder zeigen ſie ihm. Er nimmt ſie, und fort! Acht Tage bin ich von Dorf zu Dorf gelaufen— es war im erſten Frühjahr, fußhoher Schnee aufm Walde und Thauwetter!— Nichts davon zu ſehen und zu hören! Das war auch noch für den Finken!— Wenn der Kerl das arme Thier nur gut abgewartet hat. Es war ſehr verwöhnt.“
„Sie werden über mich lachen,“ fuhr er fort, als ich ſchweigend die Käfige muſterte—„daß ich ſo'n Vogelnarre bin. Aber Sie werden mich ſchon verſtehen, wenn Sie die lieben Gottescreaturen ſo kennen, wie ich.'S iſt ja die einzige Freude, die unſereiner bei ſeiner ſauern Arbeit hat. Und ſie werden wie die Kinder gehalten bei uns aufm Walde“—
Ich warf einen Streifblick auf die Kinder. Er folgte ihm—
„Ih, die wiſſen ſich ſelber zu helfen und helfen ſich auch durch. Aber ſo ein armes Vögelchen! Der Gerechte erbarmt ſich ſeines Viehes. Das wiſſen die auch, gelte, Mätchen; Sehen Sie, Herr Doctor, wie ſie mich kennen! Ich könnte ſie alle fliegen laſſen; wenn ich ſie rufe, kommen ſie doch wieder. Der liebe Herrgott behandelt ſie draußen nicht beſſer, wie ich!“
„Wiſſen Sie denn aber auch, daß wir möglicherweiſe bald ein Geſetz bekommen werden, daß kein Vogel mehr gefangen und gehal⸗ ten werden darf?“
Er ſah mich groß an, als könne er nicht faſſen, wie ich über ſo etwas ſcherzen möge, und erwiderte dann, langſam den Kopf ſchüttelnd:
„Wiſſen Sie, ich habe auch ſchon ſo meine Gedanken über das Vogelfangen gehabt. Es kommm manche liebe Gottescreatur dabei um, und von meinen Kindern leide ich's nicht; von Kindern überhaupt nicht! Und die Schneuß(Dohnenſtieg), wo man die beſten Singvögel, Amſeln und Zippen ſchockweiſe fängt, um ſie zu... eſſen, die doch auch ſo viel Waldungeziefer vertilgen; und die ſchönen Lerchen, die man Körbevoll nach Leipzig bringen ſoll, das iſt mir immer ein Greuel
geweſen, und das müßte der liebe Gott beſtrafen.
Aber daß einer
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keinen Vogel mehr halten ſoll, wenn er ihn gut hält, und das thun alle hier aufm Walde, das geht nicht! das thut nicht gut!“
„Und was wollen Sie thun, wenn das Geſetz nun wirklich ge⸗ geben wird?“
„Nein, das Geſetz geben ſie nicht! das können ſie nicht geben! das wäre ein großes Unrecht!“
Ich wiederhole meine Frage:„Was wollen Sie dagegen thun?“
„Dagegen thun?— das weiß ich nicht— das weiß ich nicht! aber das thut nicht gut! hier aufm Walde geht's nicht!— das thut nicht gut hier!“
Ich hatte meine Noth, den aufgeregten Vogelfreund zu beruhigen, indem ich ihn darauf hinwies, wie ein ſolches Geſetz ja nur im In⸗ tereſſe unſerer Lieblinge gegeben werde; daß der unbeſchränkte Vogel⸗ fang jährlich Millionen der lieben Geſchöpfe nutzlos das Leben koſte, das nach dem Willen des Schöpfers dem Nutzen von Wald, Garten und Feld diene; daß durch die ſteigende Cultur noch viel mehr Millionen die Lebensbedingungen entzogen würden und deshalb ein geſetzlicher Schutz jetzt doppelt nöthig werde; endlich daß das erwartete Geſetz denn doch auch vernünftige Rückſichten nehmen und Ausnahmen ge⸗ ſtatten werde. Er gab mir das alles wohl zu, blieb aber doch ver⸗ ſtimmt und murmelte noch immer ein„das thut nicht gut“ in ſich hinein.
Als er mir jedoch auf meine ſpeciellen Erkundigungen nach ſeinen Pfleglingen deren glänzende Vorzüge zu ſchildern begann, wurde ſein trüber Blick wieder leuchtend. Jeder neue Vorgeſtellte übertraf natürlich den unübertrefflichen Vorgänger. Es waren ſammt und ſonders Sangkünſtler erſten Ranges, und dabei von „ſo gutem Gemüthe“ und„beinah menſchlicher Klugheit“, daß„einer kein Herze haben müßte, wenn er ſo einem lieben Geſchöpfe nicht von Herzen gut wäre“. Der Unterhalt ſo vieler Inſectenfreſſer koſtet Sie doch aber ein hübſch Stück Geld?— Wie viel Semmeln brauchen Sie täglich?“
„Alles in allem, und wenn ich die Zeit und Mühe nicht rechne, koſten Sie mich doch noch keinen Groſchen täglich!“
„Macht etwa R10 Thaler jährlich!“
„Ja, das macht's, aber ich trinke lieber kein Bier und gehe gar nie in den Gaſthof, und da ſpare ich doch noch viel mehr!“
Der leiſe Vorwurf reuete mich, ja, es that mir leid, daß ich ihn mit dem drohenden Geſetze beunruhigt hatte.
„Und“— fuhr er fort—„meine Vögel geben immer wieder Gelegenheit zu nützlichen Gedanken und Geſprächen mit den Kindern, was der liebe Herrgott für große Kraft in ſo eine kleine Kehle gelegt hat, und wie jede Art ſo verſchieden von der andern iſt, und wie es dumme und kluge unter einer Art gibt. Sie glauben nicht, Herr Doctor, wie eins vor dem andern iſt, gerade wie bei uns Menſchen, und wie der liebe Gott für jedes geſorgt hat, und wie jedes auf dem rechten Platze iſt,— und was dergleichen Betrachtungen mehr ſind. Und nun ſetzen Sie ſich eins in die Schenke, und hören Sie mal zu, wie die es beſſer wiſſen wollen, wie unſer Herrgott und die Obrig⸗ keit, daß man ſich ſchämen muß, zuzuhören.“
„Ja, ja, Sie haben Recht, lieber Alter; ich wollte Ihnen auch keinen Vorwurf machen, mit den 10 Thalern jährlich. Und was das Geſetz betrifft, ſo iſt es ja noch nicht da. Und wenn ich mit dazu helfe, wie ich es für meine Pflicht halte, ſo werden die Regierungen hoffentlich Ausnahmen feſtſetzen; und wenn es, wie zu wünſchen, dazu kommt, dafür will ich nach meinen Kräften ſorgen, daß Sie zu den„Ausnahmen“ gehören ſollen.“
„Und nun, wie ſteht's mit den Kreuzſchnäbeln? Wie viel kann ich haben?“
„Wie viel wollen Sie denn?“
„Nun, mindeſtens ein Dutzend, und womöglich in allen Kleidern, und Männchen und Weibchen; ich möchte ſir auch ſo gut kennen lernen, wie Sie, ich will allerhand Unterſuchungen mit ihnen anſtellen.“
„Ein Dutzend, auch eine Mandel, in ein Paar Tagen will ich ſie Ihnen bringen, und Zapfen dazu.“
„Und koſten?“
„Daß Sie ſehen, ich bin nicht intereſſant gegen Sie, 5 Sgr.
Stück für Stück, die rothen mitgerechnet.“
„Alſo auf baldiges und öfteres Wiederſehen, Alter!“ Trotz der bereits gemachten Erfahrung und alle Gefahren kühn verachtend reichte ich ihm die Hand. Nicht weit davon rieſelte ja ein kleiner Bach, der freilich ricit viel Hal
Beute noch will ich ihm ſchreiben! Ob er antworten wird?
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