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dieſes ſagt Goethe wieder—„unausſprechlichen Schönheit der Natur.“) Eine gute Wirthin, die gefällig und munter in ihrem Alter iſt, ſchenkt Wein, Bier, Kaffee; und was über alles geht, ſind zwei Linden, die mit ihren ausge⸗ breiteten Aeſten den Platz vor der Kirche bedecken, der ringsum mit Bauern⸗ häuſern, Scheuern und Höfen eingeſchloſſen iſt..So vertraulich, ſo heimlich hab' ich nicht leicht ein Plätzchen gefunden, und dahin laſſ' ich mein Tiſchchen aus dem Wirthshaus bringen und meinen Stuhl, trinke meinen Kaffee da, und leſe meinen Homer u. ſ. w.“— Der Leſer wird ſich des weiteren erinnern oder gern im Werther ſelbſt das weitere noch leſen. Wie oft kehrt Goethe⸗ Werther im Roman wie im Leben nach dem ſtillen Wahlheim zurück, faſt lieber mit den ſchlichten Bauern verkehrend, als mit den Städtern in Schminke und Reifrock und mit den Allongeperrücken des weiland Reichskammergerichtes. Unter dem Text ſteht zu„Wahlheim“ geſchrieben:„Der Leſer wird ſich keine Mühe geben, die hier genannten Orte zu ſuchen; man hat ſich genöthigt ge⸗ ſehen, die im Original befindlichen wahren Namen zu verändern.“ Nun, trotz dieſer Warnung hat man ſich die Mühe gegeben, wie denn allezeit den Pfaden des Dichters die Antiquare und Schriftgelehrten nachgehen. Das Wahlheim der Dichtung iſt in der Wirklichkeit ein Garbenheim. Schreiber dieſes kann verſichern, daß das Original dem Bilde des Dichters keine Schande macht. Und dieſer liebliche, klaſſiſche Ort, umwebt vom Zauber eines der größten Dichterwerke, iſt in dieſen Tagen faſt ganz in Aſche gelegt worden. So reich an idealen Erinnerungen der heimliche Fleck war, ſo arm hier die Bewohner an materiellen Mitteln. Daher ergeht die Frage, ob hie und da ein ſtiller Liebhaber unſerer großen Literatur in Nord oder Süd(denn da gibt's keine Grenzpfähle und Antipathien) ein Scherflein für ſolchen Zweck übrig hätte, dankbar für den poetiſchen Genuß oder die ethiſche Lehre, die ihm Werthers Leiden gegeben). H.
*) Wir leſen in öffentlichen Blättern, daß die Herren Bürgermeiſter Colnot zu Crof derf und Schultheiß Dern zu Garbenheiut(beide Orte bei Wetzlar) ſich zur Empfangnahme von Gaben bereit erklären. Die Redaction.
Herr General Vogel von Falckenſtein erſucht uns um die Berichtigung eines Mißverſtändniſſes in dem Beſuche unſeres Berichterſtatters. Wir glauben dieſem Wunſche am beſten und zweckdienlichſten durch Abdruck des geehrten Schrei bens zu entſprechen. D. R.
Münſter, den 29. October 1866.
An die geehrte Redaction des„Daheim“.
In Ihrem ſehr werthen Blatte, Nr. 4 des III. Jahrganges, iſt eine Un⸗ terhaltung zwiſchen Ihrem geehrten Berichterſtatter und mir wiedergegeben, die in einem Punkte berichtigt zu ſehen, mir wünſchenswerth ſein muß. Pag. 60. nämlich iſt von einem Plane die Rede, den ich zur Eroberung der Inſel Alſen Dies ſcheint auf einer Verwechſelung zu beruhen; ich
Rebus.
gemacht haben ſoll.
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mit eleganter Preſſung und Golddruck ſind wieder
handlung bezogen werden.
Unter Verantwortlichkeit von A Verlag der Vaheim-Expedition
Einbanddecken zum II. Jahrgang des Daheim,
fertig geworden und können für 14 Sgr. durch jede Buch⸗
Briefe und Sendungen ſind zu richten an die Redaction des Daheim in Leipzig, Poſtſtraße Nr. 17.
KAlaſing in Bielefeld, herausgegeben von Dr. Robert Koenig in Leipzig. von Velhagen* Klaſing in Lieleſeld«Berlin.— Druck von Biſcher a Wittig in Leipzig.
hatte im Gegentheil mich im Laufe jenes Zwiegeſpräches, etwa wie folgt, aus⸗ gelaſſen: gleich nach dem Sturme von Düppel ſprach ich in meiner Stellung als Chef des Stabes beim Obercommando demſelben gegenüber meine An⸗ ſicht dahin aus, daß ſtatt eines ſofortigen ungewiſſen Ueberganges auf Alſen mir es gerathener ſchiene, mit allen entbehrlichen Truppen und einem Theile des ſchweren Geſchützes ſchon am folgenden Tage nach Jütland abzumarſchiren, dieſes Land ſo weit wie möglich in Beſitz zu nehmen und Friedericia zu be⸗ lagern; der Sieg von Düppel müſſe auf dieſe Weiſe ausgebeutet werden, bevor der Feind zur Beſinnung komme. Dieſe Anſicht entſprach auch der des Ober⸗ commandos, und wurde der Plan dazu von Sr. Majeſtät genehmigt, Bald darauf verſuchte man von Berlin aus durch ein neues Project,„eiſgen Ueber⸗ gang auf Fühnen“, jenen Plan zu paralyſiren, wozu aber Se. Maje tät Aller⸗ höchſtdero Zuſtimmung zuvörderſt nicht ertheilten. Die Folge hiervon war, daß durch das plötzliche Erſcheinen vor Friedericia mit einem Belagerungstrain dieſe Feſtung ohne Schwertſtreich in unſere Hände ſiel, Jütland bis an den Limfjord noch vor Abſchluß des Waffenſtillſtandes von uns occupirt werden
konnte und Alſen ſpäter doch noch in unſere Hände fiel. Hochachtungsvoll
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Auflöſung der Räthſel in No. 5. I. Eiſenbahn.— II. Banknote.— III. Kochſalz.
Inhalt: Das Weib des Karaiten.(Fortſ.) Nov. v. M. Ben Aron.— Der deutſche Wald in ſeinen Jahreszeiten. I. Das Leben des Herbſtwaldes. Von Hermam Wagner. Mit Illuſtr. von Brinckmann.— Meine kleine Hausapotheke. Von Dr. Dyrenfurth. Braſilianiſche Nächte. II. Von Dr. Rob. Avé⸗Lallemant.— Des Königs Feldwebel. Mit Illuſtr. V. C. v. Grimm.— Am Familientiſch.
Daheim-Expedition in Leipzig.
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III. Jahrga
Wenn man Quedlinburg, die und den alten Wa⸗ Blumenfeldern Großhandel mit? det Unterharzes; taſtiſchen Gebilde: zeſunkenes, ſteiner
Das Steink dd jemals eine 3r längſt vrwiſch, einſt geſchehen; zu deren Gedächt die ſtunmen Gle üe gewachſen, Halme des, erſtet. öf 1 Jeder be dem ſein 1 führt. Ver


