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kennen zu lernen.
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Größe des Sees ihre Urſache, aber auch in der durch Wald, Hügelreihen und Royrplaggen geſchützten Lage der Laichſtellen und in dem ſandigen und kalkartigen Untergrund.— Da die Weichfiſche in Geſellſchaft leben, ſo ver⸗ ſammeln ſie ſich, namentlich die Brachſen, in ſo großen Scharen, daß ſie an ſtillen klaren Sommertagen, wo ſie an die Oberfläche ſchwimmen, eine Achtel⸗ quadratmeile gleichſam bedecken. Das Schwierigſte aber iſt, dieſe ſchönen Fiſche zu fangen, denn ſelbſt, wenn man ſie mit dem Netze umſpannt zu haben glaubt und tauſende zu fangen hofft, zieht man das leere Netz auf. Aber was der Menſch mit ſeinem Netze nicht ausrichten kann, das verſteht der Cormoran— pelecanus carbo— durch ſeinen regelmäßigen Fiſchfang. Dieſer geſchickte Fiſchfänger und große Fiſchräuber gehört zu den taucherartigen Waſſervögeln und iſt faſt ſo groß wie eine Gans. Er lebt in Geſellſchaft und niſtet in Colonien; ſein Neſt legt er auf Bäumen an und benutzt dazu als Grundlage alte Krähen⸗ und Reiherneſter. Sobald er ſeine Jungen ausgebrütet hat, wirft er ſie, wie die Baumente, aus dem Neſte, oft 30 Fuß hoch, und zieht mit ihnen aufs nächſte Gewäſſer. Sein Hunger ſcheint uner⸗ ſättlich zu ſein. Er verſchlingt Fiſche von über 3 Zoll Breite und 1 Fuß Länge, und Aale ſelbſt von 2 Fuß Länge, die er in ſehr kurzer Zeit verdaut. Im Spätſommer und Herbſte verſammeln ſich die Cormorane in Scharen von hunderten und betreiben gemeinſchaftlich ihren Fiſchfang. Sie ſchließen nämlich einen regelmäßigen Halbkreis auf dem Waſſer und ſchwimmen, immer in einer Entfernung von 16 Fuß von einander, in dieſem Halbkreis langſam weiter; einige tauchen von Zeit zu Zeit unter und treiben die Fiſche aus der Tiefe vor ſich hin. Dieſe gerathen vor ihren Feinden in ſolche Angſt, daß ſie blindlings fortſchwimmen und nicht blos ans Land gehen, ſondern ſogar aus dem Waſſer aufs Land ſpringen. In Scharen von hunderten findet man die Cormorane in Mecklenburg nur auf der Müritz, wo ihnen das weite und ergiebige Jagdrevier beſonders zuſagt.— Um ihre Kunſt auszubeuten, wurden ſie im 15. und 16. Jahrhundert von dem um die Müritz wohnenden fürſtlichen Herrn von Werle und von den Rittern von Holſtein und von Morin zahlreich jung eingefangen, gezähmt und zum Fiſchfang benutzt, ſo daß, wie die Falk⸗ nerei in Süddeutſchland und Frankreich, ſo die Cormoranerei hier ihre Zeit und ihre Pflege hatte, wenn auch in beſchränkterer Ausdehnung. H. P
Eine Wildniß im Herzen Deutſchlands. 4. Das Rhinluch in der Mark.
Wer ſollte es glauben, daß im Herzen des cultivirten Deutſchlands, in un⸗ mittelbarer Nähe der Hauptſtadt von Preußen, noch Striche von ſo wildnißar⸗ tigem Charakter vorkommen könnten, daß ſie uns in eine Wüſtenei zu verſetzen ſcheinen, und Culturzuſtände ganz eigner Art unter ihren Bewohnern entdecken laſſen. Und doch iſt dies der Fall; nur wenige Meilen von Berlin liegt ein Landſtrich, welcher kaum die erſten Spuren menſchlicher Thätigkeit aufzuweiſen hat, und durch ſeine Beſchaffenheit der Cultivirung große Hinderniſſe entgegen⸗ ſtellt; es iſt die unerſchöpfliche Schatzkammer, aus welcher Berlin ſeinen haupt⸗ ſächlichſten Bedarf an Brennmaterial, den Torf, bezieht. Sehen wir uns die Landſchaft zuerſt etwas genauer an, um dann ihre eigenthümliche Bevölkerung
Im Norden von Berlin liegt eine Niederung, welche früher jedenfalls ein ununterbrochener See war. Die Havel fließt in einem rieſigen Halboval von Zehdenicküber Liebenwalde, Oranienburg, Spandau, Potsdam, Brandenburg, Rathenow nach Havelberg, und hinter dieſer Stadt in die Elbe. Dieſes ganze von ihr umſchloſſene Gebiet iſt ein Wechſel von Sand und Sumpf, und war früher ein großer See, von dem noch Reſte in den vielen kleinen Seen der Ge⸗ gend, namentlich um Potsdam übrig ſind. Quer durch dieſen Landſtrich von Oranienburg nach Havelberg eine gerade Linie gezogen, durchſchneidet die gro⸗ ßen Torflager der Mark; es iſt eine Niederung, in welcher in vielen Armen und Windungen das Flüßchen Rhin ſtrömt, auch finden ſich größere von ihm durchfloſſene Waſſerſpiegel, namentlich der Cremmer und Ruppiner See. Hier hat ſich wohl das Waſſer am längſten gehalten, und einen ungeheuren Sumpf gebildet, in welchem Sumpfpflanzen(Kräuter und Bäume) üppig aufwuchſen, und in jahrhundertlangem Gährungsprozeß die mächtige Torflage bildeten. Ueber dieſer hat ſich allmählich eine dünne Humusſchicht gelagert, auf der nach und nach die Cultur einzelne Strecken für Wald und Feld erobert hat, während der größte Theil als Moorhaide liegen blieb. Im Torfe findet man viele Reſte urweltlicher Thiere und Seemuſcheln; in der Humusſchicht, Waffen und Mün⸗ zen aller Art, noch von der großen Schlacht bei Fehrbellin 1675 herrührend. Am Rande des großen Sumpfbeckens haben ſich anſehnliche Städte gelagert: Neu⸗Ruppin, Wuſterhauſen, Havelberg, Rhinow, Frieſack, Cremmen, und eine ganze Reihe Dörfer: Linum, Hakerberg, Tarnow, Feldberg, Lentzko, Kleſen, Stöllen, Garz, Manker, Protzen, Malekau, Laugen, Wuſtrau. Ein ſeichter Sandrücken ſcheidet das Sumpfland in zwei Niederungen, deren nordweſtliche das Havelberger Luch heißt, die ſüdöſtliche wird das Rhinluch genannt. Luch = Loch, iſt Senkung, Niederung, das Flüßchen Rhin bekam ſeinen Namen von Anſiedlern, die Albrecht der Bär nach Ueberwindung der einheimiſchen Sorben⸗ wendenſtämme der Heveller aus den Rheingegenden hieher berief, und die in dem ſchleichenden Moorflüßchen ein Andenken an den ſtolzſtrömenden Fluß ihrer Heimat haben wollten. Schon im 16. Jahrhundert wurde im Havelberger Luche bei Neu⸗Ruppin auf Torf gegraben. König Friedrich Wilhelm I. nahm die liegengebliebenen Arbeiten wieder auf, ließ das ganze Luch von Ingenieuren vermeſſen und durch ſeine Soldaten Abzugsgräben anlegen, wodurch viel Land für die Cultur gewonnen ward. Friedrich der Große hatte an ſolchen Urbar⸗ machungen ſeine beſondere Freude, und ſetzte das Werk richtig fort. Er zog Torfgräber aus Oſtfriesland herbei, und ließ die Gewinnung regelmäßig be⸗ treiben; ſtellte durch einen Canal aus der Havel nach dem Ruppiner See eine Waſſerverbindung des Luchs mit Berlin her, ſetzte auch 1787 eine eigne Be⸗ kasde, die Rhin⸗Torf⸗Inſpection zu Fehrbellin zur Ueberwachung ein. Allein
Bache gedieh nicht recht; der Torf war zu billig, und fand trotzdem keinen
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rechten Abſatz, weil das Holz nicht theuer genug war. Daher wurde 1851 die ganze Unternehmung an Privatſpeculanten verkauft, die es alsbald ins Große trieben und einen enormen Gewinn daraus gezogen haben und noch ziehen. Die Arbeitslöhne wurden bedeutend geſteigert und dadurch zahlreiche Arbeiter herbeigezogen, und durch die Theurung des Holzes und Berlins rieſenhafte Vergrößerung iſt ein Abſatz erzielt, der alle Erwartung weit überſteigt. Das Terrain wurde im größten Maßſtabe entwäſſert, und ein völliges Netz von Ca⸗ nälen verbindet die Arbeitſtätten mit der Schifffahrt auf der Havel. Die jetzt hauptſächlich in Betrieb ſtehenden Gräbereien befinden ſich am weſtlichen Ufer des Cremmer Sees beim Dorfe Linum und umfaſſen über 8000 Morgen Lan⸗ des, welche 12 Eigenthümern zugehören; während im 18. Jahrhundert der Morgen höchſtens mit 5 Thlr. erpachtet wurde, und nach und nach, ſo lange der Fiscus grub, bis auf 100 Thlr. ſtieg, gibt er jetzt einen Pachtertrag von durchſchnittlich 300 Thlr., und iſt für ſeine Beſitzer eine unerſchöpfliche Gold⸗ grube. Der größte Torfherr beſitzt 3000 Morgen.
Räthſel. 1.
In dunklen Gründen, fern vom Licht, Iſt das Daheim der erſten zwei, Des Wandrers Fuß berührt es nicht, Doch wo er iſt, ſind ſie dabei,
Sie bringen Leben ihm und Tod,
Der Arzt macht ſie ſich unterthan
Und herrſcht im Haus auch große Noth, Sie fehlen nicht dem ärmſten Mann.
Die dritte läuft nach Nord und Süd, So weit als weht die blaue Luft.
Der Vogel, den's zur Heimat zieht, Kennt ſie im Frühling, der ihn ruft. Das Schiff, das kühn die Wogen theilt, Das edle Roß, das vorwärts eilt,
Das Paar, das wandelt Hand in Hand Folgt auf der ſeinen unverwandt!
Das Ganze dient dir wunderſam Und leiht der Sehnſucht Flügel dir. Was ſchweren Herzens Abſchied nahm, Ich leicht und ſchnell zuſammenführ'! Aus nachtgebornem Stoff erbaut,“ Bin ich des Tages lichte Braut
Denn wie in hellem Kindertraum Beſieg' ich pfeilſchnell Zeit und Raum.
II.
Die erſte kann von Holz, von Stein, Und auch von Draht und Eiſen ſein. Doch hat ſie auch noch andern Sinn: Manch golden Füchslein ſchlummert drin.
Die beiden letzten wendet man Mit Nutzen bei den Schülern an; Die Muſiker bedürfen ſie,
Und oft auch die Diplomatie.
Das Ganze iſt von großem Werth, Doch von der Flamme ſchnell verzehrt, Und hältſt du's nicht in ſichrer Hut, Macht dir's die erſte nimmer gut.
III.
Mein erſtes brauchen viele nur fürs Eſſen Obwohl's auch ſpricht und ſingt und küßt und lacht, Abſonderlich bei Meetings und Congreſſen
Oft ſeine Kunſt erfolgreich geltend macht.
Mein zweites in der Küche, dienſtbefliſſen
Muß oft dem erſten ſeine Kräfte weihen;
Nur ſein Zuviel iſt ſchädlich, wie wir wiſſen, Weil ſonſt der Brei wird leicht verſalzen ſein, Und aus der Küche leuchtet ihm mein Ganzes Als edle Art des zweiten weiß hervor.
Dort wirkt es für den Schauplatz ſeines Glanzes Als des Geſchmacks bekannter Matador;
Den größten Tafeln iſt es unentbehrlich
Es würzt dem Fürſten ſelbſt ſein Leibgericht. Nun rathe lieber Leſer!— aber ehrlich
Geſtehen will ich's, ein„Mundkoch“ bin ich nicht.
Inhalt: Unter den Donnern des Staatsſtreiches. Von dem Verf. des „Wie man kaiſerliche Manuſcripte druckt.“— Die wilde Katze. Mit Illuſtr. von Guido Hammer.— Das Weib des Karaiten.(Fortſ.) Nov. v. M. Ben Aron.— Aus allen deutſchen Gauen. XI. Unter den Leinewebern im Ravens⸗ berger Lande. Von O. K. Mit Illuſtr. von O. Günther.— Ein heimatloſes Heer und ein unglücklicher König. Von unſerem Berichterſtatter. Mit Illuſtr.
von A. Toller.— Am Familientiſche.
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