Die feinſte Zubereitung dieſer Kuͤtt: und Deck⸗ maſſe wird ſolgendermaßen bereitet: Man nimmt 8. Theile friſche, ſtark ausgepreßte Koͤſemaſſe und reibt ſie in einem Gefaͤße klar, und dann 4 Thei⸗ le gebrannte und durchs Beſprengen mit Waſſer zu einem Pulver gemachte Auſterſchalen und 3. Theile
fein pulveriſirten und durch ein. Haarſiab geſchlagee⸗
nen Quarz darunter. Wenn man dieſe Maſſe ver⸗ mittelſt eines ſtarken Pinſels auf Holz, Stein oder Metall, nachdem dieſe zuvor eiwas angeſeuchtet worden ſind, eine Linie dick auftzaͤgt, trocknet ſie in maͤßiger Waͤrme, welches auch die beſte ſuͤr dies
ſelbe iſt, innerhalb 12 bis 18 Stunden voͤllig,
wird ſteinhart und bekommt ein emailglaͤnzendes, ſteinigtes und fuͤrs Auge angenehmes Anſehn. Zu gemeinen Anwendungen, wobey mantnicht
auf Schznheit ſieht, kann man ſintt der Auſterſcha⸗
len, als, der reinſten Kalkerde, gemeinen gebrannten
Kalk, und ſtatt des Quarzes fein geſiebten reinen
Sand nehmen. Auch kann man dieſe Kuͤttmaſſe,
um ſie gefaͤrbten Steinen ꝛc. aͤhnlich zu machen,
mit mancherley metalliſchen und Erdfarben ver⸗
ſetzen. Man kann die beſchriebene Kuͤttmaſſe ge⸗ brauchen:
A. Zu allen Verkuͤttungen, welche den Einwirkun⸗ gen der Luft des kalten und warmen Waſſers und der maͤßigen Hitze des Feuers ausgeſetzt werden, al⸗ ſo zu Verkuͤttungen zerbrochener Gefaͤße von Thon, Glas, Stein und Metall. Auch dient ſie ſehr gut zum Verkuͤtten der Fugen eiſerner Stubenoͤfen, zum
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