Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
558
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1 03 5 Kupferne und meſſingener zeräthſchaften zu ſcheuern und zu putzen.

Wenn Gefaͤße von dicſen Metallen durch Fets ngkeiten verunreiniget ſind, ſo ſcheuert man ſie mit Holzaſche und Waſſer. Sind dieſe Gefaͤße hinge⸗ gen angelaufen und roſtig, ſo werden: ſte mit Eſſig oder Brannteweinſpuͤhlicht ꝛc. und mit Sand oder Ziegelmeht geſcheuert. Meſſingene Thuͤrſchloͤſſer ꝛc. putzt man mit Ziegelmehl oder fein geſtoßenen Bimsſtein, Bolus, Zinnaſche ꝛc., mit Branntwein oder Waſſer angeruͤhrt, vermittelſt einer ſcharfen Buͤrſte oder wellener und Aeinener Tuͤcher.

1036. Slberzeug zu pußen.

Hierzu bedient man ſich ſehr fein geſchlemmter Kreide oder des geſchlemmten Tripels, welche man mit Branntwein zu einem Teige macht, ſolchen auf das Silber ſtreicht und nach dem Trocknen vermit⸗ . telſt eines feinen Tuchs damit putzt. Hat das Silber Flecke, die ſich auf dieſe Art nicht wegbrin⸗ gen laſſen, ſo beſtreicht man dieſe mit Scheidewaſe ſer und reibt ſogleich den Fleck mit Tripel⸗ nach. Schmutziges Silber kann man auch mit Seifen⸗ waſſer reinigen und mit einem leinenen Tuche und etwas geſchlemmter Kreide nachputzen.. Das Silber muß vor ſchweflichten Duͤnſten geſichert wer⸗ den, weil es dadurch unter mancherley Farben an⸗

lzuft. Man darf es daher auch nicht in die Raͤhe zeſchweſelte wollener Zeuge bringen.