Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
551
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J. man die Fluͤſſigkeit ab, gießt noch etwas Weingeiſt

auf den Ruͤckſtand und preßt dieſen zwiſchen Leine⸗ wand, filtrirt die ſaͤmmtliche Fluͤſſigkeit durch Fließ⸗

papier und hebt ſie in einer verſtopften Bouteille

auf. Wenn man ſie brauchen will, ſo gießt man bey dem Waſchen davon etwas in friſches weiches Waſſer, das dadurch, wegen der Scheidung der Harze von dem Weingeiſt, zu einer roͤthlichen milchartigen Fluͤſſigkeit wird, welche bey einem an⸗ haltenden Gebrauche der Haut eine große Zartheit und ſeinere Farbe ertheilt.

Oder: man loͤſe Benzoeharz in Weingeiſt auf und gieße zur abgeklaͤrten Fluͤſſigkeit etwas Reſtu⸗ waſſer.

1023. Rothe Tinktur als Schminke zu

gebrauchen.

Man ſchuͤttet gepulverte reine Benzoe 1 Lotß, rothen Sandel 3 Loth, Braſilienholz 1 Quentchen in eine Bouteille, gießt Weingeiſt ½ Maaß und Vitrioloͤl 5 Tropfen darauf, und ſetzt die Bouteille, nachdem man ſie mit naß gemachter Vlaſe verbunden

hat, durch welche man eine Stecknadel ſticht, in gelinde Waͤrme und ſchuͤttelt ſie taͤglich einigemal

um. Nach 8 Tagen filtrirt man die Fluͤſſigkeit

durch Fließpapier, vermiſcht ſie mit einigen Tro⸗

pfen von Bergamottoͤl ꝛc. und hebt ſie in verſtopf⸗ ten Glaͤſern auf. Wenn man mit dieſer Tinktur die Wangen reibt, ſo ertheilt ſie denſelben eine ſol⸗

che ſchoͤne Roͤthe, daß es ſchwer zu beſtimmen iſt,