—- 59— Stüͤcdichen Zucker bey ſich fuͤhren, um die erregte Galle zu daͤmpfen und auszufuͤhren. 1
Auch iſt der Zucker ein gutes Schleim aufls⸗ ſendes Mittel und daher bey Verſchleimung des Magens und der Bruſt, bey Katarrhen, Roͤcheln und bey Huſten mit fehlendem Auswurf nichts heilt ſamer als die oben! angegebene Zuckeraufloͤſung flei⸗ ßig zu trinken. Nach einer zu ſtarken Mahtzeit iſt
dieſes Mittel auch das beſte Digeſtiv, wie uͤber⸗ 1 haupt der Zucker die Verdauung ſehr befoͤrdert.*
997. Weineſſig.
Bey allen hitzigen Fiebern, bey Blutſtürgen iſt Weineſſig⸗ mit vielem Waſſer vermiſcht, ein ſehr gures Getraͤnk. Bey Ohnmachten uͤbertrifft der Weineſſig alle andere Riechmittel, man haͤlt ihn unter die Naſe und waͤſcht Schlaͤfe, Geſicht, Haͤn⸗ de und Fuͤße damit. Bey faulichten Kränkheiten, oder bey ubeln Duͤnſten im Zimmer iſt nichts beſſer als mir Weineſſig zu ſprengen, oder ihn durch maͤ⸗ hige Waͤrme zu verdampfen, z. B. daß man ein, damit angefeuchtetes Tuch um eine irdene Waͤrm⸗ kaaſche ſchlagt. Man darf aber den Eſſig nicht auf heißes Eiſen oder auf gluͤhende Kohlen ſpritzen, denn in dieſem Falle berwandelt ſich der Eſſig zum Theil
in ſchädliche Luft. Auch iſt der Eſſig das kraͤftig⸗
ſte Mittel gegen alle Vergiftungen von betaͤubenden Pflanzengiften, als Wolfskirſche ꝛc., wobey er nicht nur getrunken, ſondern auch zußerlich auf Kopf und Magen mit Tuͤchern auſgelegt r wird. Bey Vergit
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