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984. Spitze n zu waſchen.
Man uͤberzieht ein walzenfoͤrmiges Stüͤck Tan: nenholz mit reinem weißen Fries und dann mit reiner Leinewand. Ueber daſſelbe wickelt man nun die Spitzen, ſo daß die Augen unten du liegen kommen und mit dem Juſſe uͤberſchlagen werden, und naͤhet dann einen Ueberzug von lockerer Leine⸗ wand daruͤber. Man weicht das Ganze in lau⸗ warmes Seifenwaſſer ein, und waͤſcht ſie nach eini⸗ gen Stunden auf die Art, daß man die Walze zwi⸗ ſchen den Haͤnden rollt kund dabey oͤfters in das Waſchwaſſer eintaucht. Hierauf macht man friſches Seifenwaſſer handheiß und waͤſcht die Spitzen auf vorige Art darin, kocht ſie alsdann in Seifenwaſſer ungefaͤhr eine Viertelſtunde und ſpuhlt ſie zuletzt of⸗ ters in reinem Waſſer aus. Man macht die Spit⸗ zen von dem Rollholze, wickelt ſie auf ein Brett, laͤßt ſie beynahe trocken werden, zieht ſie dann durch
ſtarkes warmes Gummiwaſſer, klopft ſie damit durch,
und haͤngt ſie zum Trocknen auf. Wenn ſie meiſt trocken ſind, plaͤttet man ſie auf der linken Seite, und ſteckt ihre Augen mit feinen Nadeln auf einem Klöoͤppelpult, oder mit Leder beſchlagenen Kiſſen auf.
Zuletzt werden ſie zuſammengelegt und etwas ge:
preßt. Im Liegen gelbgewordene Spitzen werden erſt mit Seifenwaſſer gewaſchen und dann in der Sonne durch oͤfteres Begießen mit reinem, weichen Waſſer gebleicht. Gewaſchene Spitzen, deren Augtn nicht aufgeſteckt werden, nennt man halbungemat
ſchene.
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