oder ſengen, welches leicht der Fall iſt, wenn die Roſte deſſelben zu niedrig iſt, oder wenn ſie nicht bald genug gebraucht wird, wenn man ihr ein fri⸗ ſches gluͤhendes Eiſen gegeben hat. Das Plätte⸗ feuer macht man am beſten von Erdeef oder Holzs kohlen.
983. Seidene Zeuge zu waſchen.
Man weicht dieſelben mehrere Stunden vorher in lauwarmem Waſſer ein, worin man etwas Seife aufgeloͤſt hat, und waͤſcht ſie dann durch ſanftes
„Reiben in warmem Waſſer mit Seife vöͤllig rein, druͤckt ſie aus ohne ſie zu ringen, und ſpuͤhlt ſie. Zeuge, welche das Reiben zwiſchen den Haͤnden nicht vertragen, indem ſie dadurch bruͤchig werden, waͤſcht man auf einem reinem Tiſche oder Brette, vermittelſt einer Buͤrſte mit Seifenwaſſer rein, und waͤſcht hernach auf gleiche Weiſe die Seife mit rei⸗ nem Waſſer aus, zuletzt tunkt man ſie in reines Waſſer und laͤßt ſolches dann ablaufen, ohne ſie da⸗
bey zu drücken. Die meiſte Behutſamkeit erfordert
der Flor beym Waſchen, weil derſelbe ſo leicht fla⸗
dig wird. Man weicht denſelben einige Stunden
in warmem Seiſenwaſſer ein, alsdann breitet man ein reines, weißes leinen Tuch auf einem Tiſch aus, legt den Flor darauf regelmaͤßig mehrfach übereinander, wickelt ihn dann mit dem Tuche ziem⸗ lich veſt zufammen, bringt ihn damit in das Sei⸗ ſenwaſſer, und ſucht ihn durch ſanftes Druͤcken mit den Haͤnden zu reinigen. Das Spuͤhlen in rei⸗ nem Waſſer geſchiehet auf ſelhige Weiſe.
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