Seiten des Keſſels beruͤhre, wodurch es leicht Brand⸗ flecke bekommt, breitet man vorher ein grobes La⸗ ken in dem Keſſel aus. In beyden Faͤllen kann man auch der Lauge etwas Seiſe zuſetzen. In Ermangelung der Lauge kann man das gewaſchene Zeug ausß mit Seifenwaſſer behandeiß.—
980. Bunte Zenge zu waſchen.
Bunte leinene Zeuge und Kattune duͤrfen nicht in heißem Waſſer gewaſchen werden, weil ſonſt die meiſten Farben ſehr angegriffen werden wuͤrden; ſie duͤrfen auch nicht mit Lauge behandelt werden. Nach dem Waſchen werden ſie ſogleich in kaltes Waſſer gelegt. Hat man Zeuge von ſehr unaͤchten Farben, welche die Seife nicht vertragen, ſo ruͤhrt man das erwaͤrmte Waſchwaſſer mit gekochter Staͤrke an, und waͤſcht das Zeug nachher in reinem Waſſer nach.
981. Vom Staͤrken der gewaſchenen 517 Zeuge. 45
Geſtarkte Zeuge werden, unter gleichen Umſtaͤn⸗ den, nicht ſo leicht ſchmutzig, und erhalten auch ein beſſers Anſehen, als ungeſtaͤrkte. Beym Staͤrken der geſpuͤhlten Zeuge verfaͤhrt man auf folgende Art: Man weicht die weiße Stärke mit kaltem Waſſer ein, ruͤhrt ſie damit klar und blauet ſte nach Ge⸗ ſallen mit Neublau, oder Eſchel, oder Indigvaufloͤ⸗ ſung, oder ſehr fein' geriebenem Berlinerblau, quirlt dann dieſe Maſſe in heißes Waſſer und laͤßt es zu: lammen, unter beſtändigem Umruͤhren aufkochen.


