Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
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der hell und klar. Ein Theil der erzeugten Luft⸗ ſaͤure hat ſich innig mit der gegohrnen Fluſſtgkeit verbunden. Jetzt iſt es Zeit, die Bedingungen der Gaͤhrung, naͤmlich den Zutritt der atmosphaͤriſchen ALuft und aͤußere Waͤrme zu entfernen, weil ſonſt keeine neue Art von Gaͤhrung ihren Anfang nehmen puͤrde. Zugleich muß auch die gegohrne Fluͤſſigkeit von dem Bodenſatze, der ſich waͤhrend der Gaͤh⸗ rung erzeugt hat, abgeſondert und auf voͤllig reine Gefaͤße gezogen werden, nachdem vorher in dieſem die atmosphaͤriſche Luft durch brennenden Schwefel zerſetzt oder Lerſtshre worden iſt. dr Die gegohrne weinartige Fluͤſſigkeit zeigt nun eine ganz veraͤnderte Natur; ſie hat ihren ſuͤßen Geſchmack und ihre Klebrigkeit verloren; dagegen hat ſie einen weinartigen Geſchmack und Geruch unnd eine berauſchende Kraft erhalten, wovon ſich vor der Gaͤhrung keine Spur in ihr fand. Dem Anſehen nach hat in derſelben die Gaͤhrung aufge⸗ hoͤrt, allein ſie erleidet doch mit der Zeit eine merkwürdige Veraͤnderung ihrer Natur, die ſich nicht anders als durch eine fortdauernde Miſchungs⸗ veraͤnderung(Gaͤhrung) erklaͤren laͤßt. Da dieſe aber nicht durch die Sinne wahr zu nehmen iſt, ſo nennt man ſie die ſtille oder unmerkliche Gaͤh⸗ 2 rung; und ſie iſt es, welche den Unterſchied zwi⸗ 2 ſchen jungen und alten Weinen hervarbrinot. 3 3Wenyn man eine in voftu treſenden geiſtigen Giͤhrung degriffene Flüſſigkeit in gauz damit angen