Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
469
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che durch die Gaͤhrung der organiſchen Koͤrper ent ſtehen, ſind ſywohl nach Beſchaſſenheit der letztern, als auch nach der Dauer der Gaͤhrung verſchieden. Hiernach unterſcheidet man gewoͤhnlich dreyerley Ar⸗

ten der Gaͤhrung, naͤmlichm die geiſtige, die pau

re und die faulige Gaͤhrung. N Iu n 1 Wenn man den mit Waſfe gehoͤrig verdüͤnnten ſchleimigt zuckerartigen Beſtandtheil des Pflanzen⸗ reichs, oder den aus ſuͤßen Pflanzen gepreßten Saft bey einer Waͤrme von 10 bis 20 Grad des Reau⸗ muͤrſchen Thermometers in einem offenen oder leicht zugedeckten Gefaͤße ruhig ſtehen laßt, ſo bemerkt man früher oder ſpaͤter in der Flüſſigkeit zuerſt ei⸗ ne ſichtbare innere Bewegung mit aufſteigenden Luft⸗ blaſen, die beym Zerplatzen auf der Oberſlaͤche ein merkliches Geraͤuſch verurſachen.n Die Fluͤſſigkeit dehnt ſich aus, wird truͤbe und etwas waͤrmer, als die ſie umgebende Luft iſt, und es ſammelt ſich auf ihrer Oberflaͤche ein ſtarker Schaum oder Gaͤſch. Dieſer wird von der durch die Gaͤhrung erzeugten Luftſaͤure(kohlenſauren Luft) und den ſie umgeben⸗ den zuͤhen Theilen der gaͤhrenden Fluͤſſigkeit gebil⸗ det. Dieſe Art von Gaͤhrung heißt die geiſtige, weinige Gaͤhrung. Nach einer laͤngern oder kuͤrzern Zeit, je nachdem die Fluͤſſigkeit mehr oder weniger zuckerhaltig war, oder nachdem dieſelbe käl⸗ ter oder waͤrmer gehalten wurde, nimmt jene inne⸗ re Bewegung wieder ab, der Schaum verliert ſich, ꝛdie Entwickelung der Waͤrme hoͤrt auf, es entſteht keine Luftſaͤure mehr und die Suüſlatat witd iuie⸗