Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
433
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von Kohl zu viel als untauglich abgenommen wer⸗ A den muß. Will man gern fruͤh Sauerkraut haben, ſo macht man eher eine beliebige Quantitaͤt Kohl in Steintoͤpfe oder kleine Faͤßchen ein, und ſtellt V dieſe an einen warmen Ort, damit er bald gaͤhrt.

918. Weißkohl als Komſtkraut ein⸗ zumachen.

Man nimmt hierzu die kleinen ungeſchloſſenen Kohlkoöͤpfe, ſchneidet ſie unten uͤbers Kreuz ein, ſiedet 7 ſie einige Minuten in Waſſer und laͤßt ſie auf Tuͤ⸗ cher oder Roggenſtroh ausgebreitet erkalten. Alsdann ſchichtet man ſie mit Salz und Gewuͤrz, als Dill, Kuͤmmel, Wacholderbeeren, oder auch ohne daſſelbe dicht in ein Gefaͤß, und uͤbergießt ſie blos mit Waſſer, welches mit Salz abgeſotten worden, oder ſetzt ne⸗ ben dieſen auch noch etwas Eſſig hinzu.

919. Sauerampfer einzumachen.

Nachdem der Sauerampfer verleſen und abge⸗ waſchen worden, wirft man ihn in ſiedendes und dann in kaltes Waſſer. Darauf laͤßt man ihn ab⸗ laufen, thut ihn dann in Steintoͤpfe, gießt Lake (Soole) daruͤber, macht ſie veſt zu und verwahrt ſie an einem köhlen Orte zum Gebranch.

Auf gleihe Weiſe wird auch der aeeſaa ein; gemacht.