Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
420
Einzelbild herunterladen

— 44—

895. Mays einzumachen.

Man bricht die Maysaͤhre ab, wenn ſie wie

ein kleiner Finger dick und halb ſo lang iſt, ſo daß ſie noch zart und ſleiſchig iſt und noch nichts von Korn und Huͤlſe enthoͤlt. Man putzt alle Haare (Bluͤthen) ab, legt ſie einige Stunden in kaltes Waſſer und dann eben ſo lange in geſalzenes Waſ⸗ ſer, laͤßt ſie dann gut ablaufen und legt ſie mit et⸗ was ganzem Pfeffer, Gewuͤrznelken, Zimmt und Muskatblumen in Glaͤſer, kocht guten Weineſſig auf und giebt ihn, nach dem Erkalten, daruͤber, daß er einen Zoll hoch daruͤber ſteht, verbindet die Glaͤſer mit Blashaut und Papier und verwahrt ihn an einem kuͤhlen Orte. Man braucht denſelben zu So⸗ ſen oder als Salat zu Braten.

8956. Artiſchocken in Eſſig einzumachen.

Man kocht die gehoͤrig ausgeſchnittenen und von Schuppen befreyeten Artiſchockenboͤden ſo lange in Waſſer, bis man die inwendigen Faſern herausma⸗ chen kann, putzt ſie gehoͤrig aus, laͤßt ſie in fri⸗ ſchem Waſſer erkalten, trocknet ſie mit einem Tuche ab, legt ſie in Glaͤſer, laͤßt Weineſſig mit etwas Salz, Zimmt, Gewuͤrznelken und Pfeffer aufkochen und wieder erkalten, gießt ſo viel auf die Artis ſchocken, daß ſie ganz damit bedeckt ſind, bindet die Glaͤſer mit Blashaut und Papier zu und verwahrt ſte an einem kuͤhlen Orte. Beym Gebrauch laͤßt man ſie am Feuer in vollem Waſſer ausziehen, und verfaͤhrt nachher damit, wie mit friſchen.

1