Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
185
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gelinde abgeſotten. Fiſche vom veſtern reſg kocht man in weichem Waſſer mit Salz. Kleine Fiſche werden vor dem Abſieden nicht

getoͤdtet und ausgenommen, ſondern man thut ſie

lebendig in das, uͤber dem Feuer ſtehende, Waſſer, wenn es etwas mehr als handheiß geworden iſt, ſo daß ſie bald ihren Tod darin ſinden. Grauſam iſt

hes, wenn man dieſe Fiſche mit kaltem Waſſer

zum Feuer bringt, und ſie ſo langſam eines mar⸗ tervollen Todes ſterben laͤßt.) Etwas groͤßere toͤd⸗ tet man vor dem Abfieden dadurch, daß man ſie an dem Bauche aufſchneidet und die Eingeweide heraus reißt, damit hierbey aber die Gallenblaſe nicht ver⸗ letzt werde, macht man den Bauchſchnitt bis nahe unter den Kopf herauf. Die Leber wird von dem kleinen Darm abgezogen, woran oben die Galle ſitzt. Sie wird mit dem Rogen und dem Milch beym Anrichten des Fiſches auf einen beſondern Tel⸗ ler gelegt. Bey kleinen Fiſchen wird der Rogen beym Ausnehmen der uͤbrigen Eingeweide darin ge⸗ laſſen. Noch groͤßere Fiſche werden dadurch getoͤd⸗ tet, daß man ihnen den Schwanz mit einem Meſ⸗ ſer durchſticht, und ſie auf dieſe Art todt bluten laͤßt, worauf ſie ſogleich ausgenommen, und, wenn ſie ſtark ſind, vorher geriſſen werden. Hierbey

wird das Meſſer oben uͤber der Graͤte am Kopfe

hinein geſtoßen, und ſo gerade auf dem Ruͤcken hinunter geriſſen. Der hierauf abgeſchnittene Kopf

wird ebenfalls der Laͤnge nach durchſchnitten. Man

haͤlt dabey die Schaͤrfe eines Meſſers auf den