1 Schmortopfe und unter der Stuͤrze, in welchem letztern Falle man den Braten in einer Pfanne Fnf ein Kohlenfeuer ſetzt, und eine Stuͤrze von Eiſen⸗ blech ꝛc. daruͤber ſtellt. Das Spießfeuer iſt Peaen des großen Holzaufwandes koſtbar, giebt aber im allgemeinen die beſten Braten, weil man babey die Hitze beſſer beurtheilen und verſtaͤrken oder ſchwä⸗ 32. chen kann, und auch dieſelbe gleichförmiger auf das Fleiſch wirkt, und dann, weil dieſes auch nicht mit einem heißen Waſſerdunſt umgeben iſt, als dies bey dem Ofenbraten der Fall iſt. Iſt indeſſen der Brat⸗ ofen nicht zu hoch, wie dies gewoͤhnlich der Fal iſt, ſo daß der Braten von oben nicht viel ſchwaͤ cher, als von unten erhitzt wird, kann ferner der Dampf gehoͤrig durch eine, in der Ofenthuͤre be⸗
findliche, und mit einem Schiefer verſehene Oeff⸗ nung abziehen, und wird endlich der Braten Fſterer umgewandt und begoſſen, als dies gewoͤhnlich ge⸗ ſchieht; ſo wird auch der Ofenbraten viel reiner von Geſchmack als gewoͤhnlich ſeyn, und uͤberhaupt dem Spießbraten wenig nachſtehen.
Man muß dem Braten nicht nur Guͤte, ſon⸗ dern auch aͤußeres Anſehen zu geben ſuchen. Da⸗ her muß das Gefluͤgel beym Rupfen nicht an der Haut zerriſſen werden. Dies kann man leicht ver⸗ hindern, wenn man die zu entfiedernde Haut des
Vogels zwiſchen den Daumen und Zeigefinger der
linken Hand recht feſt haͤlt, und mit der rechten die Federn mehr einzeln als haufenweiſe ausrupft; vorzuͤglich muß man dieſe Regel beym Rupfen der


