Teil eines Werkes 
Abt. 1./2 (1806)
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen

109 thut man in ein Kaſtroll etwas Butter, auch eini⸗ ge Lorbeerblaͤtter, ein paar ganze, mit Gewuͤrz⸗ nelken beſteckte, Zwiebeln, legt die Frekandos mit der geſpickten Seite darauf und laͤßt ſie langſam ſo lange daͤmpfen, bis ſie auf der untern Seite braun werden, worauf man ſie umwendet, domit ſie auf der andern Seite Farbe bekommen. Alsdann ſetzt man etwas Fleiſchbruͤhe und Wein auch Ba⸗ ſilienpulver und etwas Muskatnuß hinzu, und macht gegen das Ende die Bruͤhe durch Deriebens Semmel ſaͤmig. 1 1

142. Frikandellen von n Kalbſtſch.

Man zerſchneidet eine abgehautete und gewäͤſ⸗ ſerte Kalbskeule in ungefaͤhr 3 Zoll lange, und Zoll

dicke und 12 Zoll breite Stuckchen, ſpickt ſie mit

fein geſchnittenem Speck und legt ſie ein Weilchen in kaltes Waſſer. Hierauf laͤßt man in einem Tie⸗ gel Butter zergehn, legt die Frikandellen nebſt fein gehackten Sardellen hinein, thut ganzen weißen Pfeffer, Muskatblumen und eine abgeſchaͤl⸗ te und in Scheiben geſchnittene Zitrone dazu, und laͤßt ſie wohl zugedeckt auf gelindem Kohlenfeuer braun braten. Man kann auch Kalbfleiſch halb gahr kochen, daſſelbe in laͤngliche Stuͤcke zerſchnei⸗ den, und dieſe in Butter mit Zwiebel gelbbraun braten. Beym Anrichten giebt man geſtoßenen Pfef⸗ fer und Zitronenſaft daruͤber. 3 Oder: Man zerhackt und zerſß darauf im Mürfe⸗