Ausgabe 
26.2.1832
 
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cher hinweggeht. Die Winterfahrten werden hier in äußerst leichten, mit sechs und mehr Hun⸗ den bespannten Schlitten gemacht, sind ziemlich bequem und gehen schnell, nur hat man sich vor den von Schneegestöber begleiteten Stürmen zu hüten. Ueberrascht ein solcher Sturm welcher von den Einwohnern Purga genannt wird, den Reisenden, so bleibt ihm zu seiner Rettung nichts weiter übrig, als sich ruhig einpurgiren, d. i. sammt seinen Hunden vom Schnee bedecken zu lassen, was bald geschieht. Ist der Sturm vorüber, so muß er sich bemühen, wieder aus seinem Grabe hervorzukommen, was aber nicht immer gelingt. Trifft der Purga den Neisenden in einer Bergschlucht, so sam⸗ melt sich so viel Schnee uber ihm, daß das Aus⸗ graben unmöglich wird. Diese Fälle kommen jedoch selten vor, weil die Kamtschadalen, durch Noth gezwungen, eine große Fertigkeit sich zu eigen gemacht haben, die Witterung auf mehrere Tage voraus zu errathen, und sich nur dann auf den Weg begeben, wann sie sicher zu seyn vermuthen.

Kriegserklaͤrung Mahomets IV. Im Jahre 1663 hatte Kaiser Leopold von

Mahomet IV. folgende Kriegserklärung erhal⸗

ten, die wegen ihrer übermüthigen Sprache an Beispiele von Wahnsinnigen erinnert, die in ih⸗ rer glücklichen Laune selbst den Thron der Gott⸗ heit einnehmen und mit unwiderstehlicher Gewalt Erde und Himmel zügeln zu können glauben. Sie ist folgende:

Von Gottes Gnaden, des großen Gottes im Himmel, Molo Mahomet, ein Gott auf Erden, ein berühmter, großmächtiger Kaiser zu Babylon und Judäa, vom Aufgang bis zum Untergang, ein König über alle Könige auf Erden, ein großer König über ganz Arabien und Mohrenlaud, ein geborner und triumphirender König in Jerusalem, ein Held und Besitzer des Grabes des gekreuzigten Christi, entbieten Dir Kaiser in Deutschland und König in Polen und allen deinen Landeshelden, wie auch dem Pap⸗ ste zu Rom, den Cardinälen und Bischöfen und Deinem ganzen Anhange hiermit kräftig, daß wir gesonnen sind, Dich mit 13 Königen, 4,300,000 Mann stark zu Fuß und zu Pferd zu überziehen und mit unerhoͤrter Tyrannei und türkischer Kriegsmacht, die Du und die Deinen

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noch nie gesehen haben. Vor Allem wollen wir Dich in Deiner Hauptstadt Wien heimsuchen und Dich, so wie den König von Polen und alle Dei⸗ ne Verbündeten mit gewaffneter Hand und Kriegsrüstung, Brennen, Sengen, Rauben, Morden und gänzlichem Verderben von Land und Leuten verfolgen, Dich und die Deinen mit dem schrecklichsten Tode, den wir erdenken können, umbringen, hinrichten und erwürgen lassen, und zwar, weil Du selbst unter den Christen eine grausame und schlechte Regierung führst, darum will ich Dir, der Du in einem geringen Lande Deinen Sitz hast, Dein Kaiserthum und König⸗ reich entreißen, mit Feuer und Schwert Dich bezwingen, auch den Stuhl zu Nom mit seiner dreifachen Krone und Deinem Scepter unterdrü⸗ cken, niederschlagen und vernichten.

Solches haben Wir Dir, Kaiser in Deutsch⸗ land und Dir König in Polen und Deinem gan⸗ zen Anhange hierdurch bekannt machen wollen; werden diese Worte auch bald zu Thaten um⸗ schaffen und dir dieß Alles widerfahren lassen, wonach Du Dich zu richten hast.

Gegeben in unserer gewaltigen Stadt Stam⸗ bul, welche in sich enthält 1659 Gassen, 90 Hospitäler, 1000 öffentliche Badstuben, 997 Wasserbrunnen, 120 Märkte, 115 verordnete Häuser zur Stallung der Maulesel, 480 Wirths⸗ häuser für Fremde, 1652 große und kleine Schu⸗ len, 1600 Mühlen, 4122 Moscheen und Kir⸗ chen. Diese große und gewaltige Stadt hat einen Umfang von 4 deutschen Meilen und auf der Ringmauer 360 große Thürme. Dieselbe ist von unsern Aeltern den Christen abgenommen, und deren Weiber und Kinder sind vor ihren Augen strangulirt und niedergehauen worden. Wir wollen sie auch Dir und allen Christen zum Hohne und Spott bis zu unserm Ende behalten.

Gegeben daselbst nach unserer Geburt im 25sten und im 7ͤten Jahre unserer mächtigen Regierung Molo Mahomet.

Homonyme.

1.

Nur durch Schläge an den Kopf Mach' ich dir's nach Sinn; Doch du bist ein stolzer Tropf,

Hast du mich darin.

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