Ausgabe 
1.1.1832
 
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4 Sonntagsblatt a l E t 4 d 1 é u n d d a n Als Beilage z um Giesser Anzeigeblatt. 1832.

Des Hessischen Boten Betrachtungen am letzten Abend im Jahr. 5

Von dem Dunkel der Nacht umflort ruht der mich umgebende Weltraum; Stille herrscht rings umher, heilige Stille, nur zuweilen un⸗ terbrochen durch der Glocken weithin hallende Klänge, welche, den nahen Jahreswechsel ver kündend, eine ernste Mahnung abgeben von der Vergänglichkeit des zeitlichen Lebens. Zu⸗ rückgezogen in mein Kämmerlein, sinne ich bei dem milden Scheine des traulichen Lämpleins auf eine der mich auf meiner Wanderung freund⸗ lich beherbergenden lieben und getreuen Menschen nah und ferne würdige, das Gemüth ansprechende Gabe zu dem nun bald beginnenden neuen Jah⸗ re. Da fühle ich mich mit einem Male im Geiste versetzt unter alle die frommen Seelen, welche die letzten Abendstunden des im Zeiten⸗ strome verrinnenden Jahres im stillen häuslichen Kreise verbringen mit gegenseitigen Gesprächen über Ereignisse der vergangenen Tage und be⸗ währt gefundenen Anordnungen für die ihren

Sonntag den 1. Januar

Geistesblicken sich erschließende Folgezeit; ste heiligen durch gute Vorsätze und edle Entschlie⸗

schädigt diese Redlichen für die lärmenden Ver⸗

eine dem heiligen Ernste dieser Lebensstunden fürwahr nicht angemessene Weise von dem schei⸗ denden Jahre Abschied nehmen und das kom⸗ mende begrüßen. Freuen soll sich der Mensch, aber über der Freude des Ernstes nicht vergessen. Und gibt es denn wohl eine höhere Freude, einen seligeren Genuß, als die reine Freude mit den Seinen einen wichtigen Lebensabschnitt in Liebe und trautem Beisam⸗ menseyn zu beschließen; als den erhöhten Genuß die Vergangenheit zu denken und ihren weisheitsvollen Belehrungen gemäß die Zukunft einzurichten. O welche Wonne erfullt die Herzen treuer Familienglieder, können sie an der Grenzscheide zweier Jahre sich gegenseitig bekennen, den Pflichten ihres Berufes ununter⸗ brochen obgelegen, durch unermüdeten Fleiß und

1 weise Sparsamkeit ihre Umstände verbessert und

ßungen. Wie reichlich finden sie sich ent⸗ 1

gnügungen, mit welchen andere Menschen auf