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Hessische Bote
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Sonntag den 19. Februar
1852.
Des Hessischen Boten gesammelte Schilderungen und Betrach⸗
tungen des menschlichen Lebens. 150 Der Säugling. (Fortsetzung.)
Doch welcher von den Bewohnern der wei⸗ ten Erde vermöchte von sich zu rühmen, daß er nie diesem heiligen Gesetze zuwider handle?— Wohl keiner.— So verfehlen denn alle Men⸗ schen ihre Bestimmung und ihr Loos ist Verder⸗ ben?— Fürwahr eine grauenvolle Aussicht!— Wo ist die Lösung dieses dunkeln Geheimnisses zu finden, das die Menschen zurückhält von ih⸗ rer Bestimmung, dadurch unsägliches Wehe über sie verbreitet?— Ist hier Allmacht, hier Liebe des Höchsten erkennbar, da der, den er sich zum Bilde schuf, ihm zuwider handelt und dadurch Unheil über sich bringt?— Wie? du rechtest mit dem Weltenschöpfer, o Mensch, weil er dich nicht zu einem willenlosen Werkzeug ge⸗ macht, sondern mit dem Vermögen der Selbst⸗ bestimmung begabt hat?— In deiner Macht steht es, dir Wohl oder Wehe zu bereiten; un⸗ terwirf nur deinen Willen dem Willen dessen, der dir das Gesetz gab,— doch ohne Zwang demselben zu genügen.— Denn darin besteht
eben die hohe Wurde, welche dich über die wil
lenlosen Geschöpfe erhebt, der Gottheit ähnlich
macht, daß du nicht zwingenden Trieben folgen, wobei kein Verdienst ist,— sondern aus freier Selbstthätigkeit dem Gesetze der Wahrheit zu genügen dich unablässig bestreben mußt.— Mit dir selbst rechte also, verfehlst du deine erhabne Bestimmung,— nicht mit dem Gott der Liebe, der dir einen Geist, vermögend ihn und die Wahrheit zu erkennen, eine vernünftige Seele verliehen hat, deren Wesenheit Unabhaͤngigkeit von zwingenden Trieben, freie Selbstbestim⸗ mung ist.— Mit der Erfüllung des Gesetzes ist Heil verbunden;— wo wäre ein Mensch, der nicht sein Bestes wollte,— der absichtlich dem Willen dessen, welcher sein Wohl will, wi⸗ derstrebte?— Gleichwohl bleiben wir alle mehr oder weniger hinter dem erhabnen Ziele unserer Menschenbestimmung zurück, machen täglich die
Erfahrung, daß ein großer Theil unserer Mit⸗
menschen derselben geradezu zuwiderhandelt, da⸗ durch sich und andern das Leben verbittert,— und Mißmuth beschleicht uns, wir bangen und klagen: Sünder sind wir alle, unwerth der Seligkeit, zu welcher der gute Weltenvater uns bestimmt hat.— Das ist eben das Geheimniß, in dessen Lösung allein wir Beruhigung zu fin⸗ den vermögen;— wir wollen nicht dem göͤttli⸗ chen Gesetze widerstreben,— und dennoch reißt eine unbekannte Macht uns hin, daß wir in dem Haschen nach Wohlbefinden abirren von
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