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Sonntagsblatt
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Des Hessischen Boten gesammelte Schilderungen und Betrach⸗ tungen des menschlichen Lebens.
1. Der Säugling. (Schluß.)
Diese Lösung wird uns, erwägen wir auf⸗ merksam das Verhältniß des uns verliehenen Geistes zu unserem Körper. Der unsere äußere Gestaltung ausmachende Leib ist erfüllt mit thie⸗ rischen Trieben nach Annehmlichkeit und Genuß; diese aber sollen durch den ihm innewohnenden Geist, den Gesetzen der Natur gemäß gelenkt und beherrscht werden.— Der vernünftigen Seele soll die thierische Beschaffenheit unter⸗ than seyn.— Nun empfindet aber der thierische Leib die Süßigkeiten des Genußes; diese wirken so reizend, daß der Geist, statt ihnen das Maaß ꝛu setzen, sich seiner Herrschaft begiebt, so der ganze Mensch den Sinnenfreuden fröhnt, von diesen berauscht, des Gesetzes Mahnungen ungehört an sich ergehen läßt, und erst dann, wann schon das Maaß überschritten ist, dadurch Mißbehagen eintritt, aus seinem Taumel er— wacht und die Sorglosigkeit bereut, mit welcher
1 sich den lockenden Reizungen der Sinnenwelt berließ.— Jetzt sucht er die verlorene Würde, die Herrschaft der vernünftigen Seele uber den
Sonntag den 26. Februar
thierischen Leib wieder zu gewinnen, aber erwacht sind mannigfache Begierden; mit diesen muß er kämpfen, bis sein besserer Theil überwindet, diese unterliegen und in den weisen Schranken der Naturgemäßheit gehalten werden. Je nach⸗ dem nun die Erdbewohner den guten Kampf kämpfen, die Lüste des Fleisches besiegen,— oder dieselben, durch ihre wiederholte Sorglosig— keit, zu Leidenschaften werden lassen, kommen sie näher oder entfernen sich immer mehr und mehr von ihrer erhabenen Bestimmung, begründen so entweder ihr Heil, oder ihr Verderben.— Auf diese Weise verfielen unsere Urältern und Vor⸗ fahren, auf diese Weise wir ihre Nachkommen in Sündhaftigkeit;— auf diese Weise werden auch unsere Kinder und Kindeskinder vom rech⸗ ten Wege abirren, und wie jene nach der ur⸗ sprünglichen Reinheit sehnlichst strebten, wir nach ihr ämsig ringen, dieselbe wieder zu erlangen bemüht seyn. Dieses unablässige Streben nach dem Wahren aber kann nicht ohne Erfolg blei⸗ ben; gleichwie die Wahrheit ewig ist, so dehnt sich auch das Wirken für die Erringung dersel⸗ ben in die Ewigkeit hinaus; nur Muth und Ausdauer!— treues Wirken führt zu einem segensreichen Ziele, gibt uns wieder, was in unserer Schwachheit wir verloren!— Wie, nach den heiligen Urkunden, die in Sünde gefallnen Urältern die tröstende Hoffnung erhob: es wer⸗ de einer ihrer Nachkommen über die Reizungen


